Posts mit dem Label rotterdam werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label rotterdam werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 3. Juli 2008

AusGehTipp: fama_fame in Solothurn (11.7.2008 +)

fama_fame

Ausstellungsprojekt fama_fame
In der Bahnhofpassage und im Künstlerhaus S11, Solothurn
12. Juli – 27. Juli

fama_fame Ruhm – Hunger ist ein In Progress- Projekt, das sich bei jeder Ausstellung durch die Inputs die es vor Ort erhält weiterentwickelt. Das Konzept vom "Berühmt werden" befasst sich mit dem Ehrgeiz des Künstlers im Kunstsystem anerkannt zu werden und der Notwendigkeit, im Alltag zu überleben. Metaphorisch gesehen repräsentiert es alle Beziehungen
zwischen Leben, Liebe und Erfolg, dem Geld und den eigentlichen Grundbedürfnissen des Menschen.
Das Projekt lebt von der Gastfreundschaft lokaler Institutionen und wird von beteiligten Künstlern selbst betreut. Die Künstler (auch die ausländischen Künstler) arbeiten ohne Honorar und ohne Spesen. Für die Besucher werden die Werke gratis zu besichtigen sein.

Solothurn 2008 Nach der Fabrica di Losone (TI), die als Initiantin der Idee im letzten Jahr erstmalig Gastrecht gewährte, amtiert nun Solothurn als zweite Station. Hier werden voraussichtlich 27 Künstlerinnen- und Künstler aus der Schweiz und dem Ausland teilnehmen.
Organisatoren vor Ort sind Roberto De Luca und Meinrad Feuchter.
Unsere Ausstellungspartner in Solothurn sind die Stadt Solothurn (Bahnhofpassage als Ausstellungs- Lokalität) und das Künstlerhaus S11.
Zum Thema und zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Beiträgen verschiedener Autoren und den Kunstschaffenden. Ausgabedatum voraussichtlich ist der 27.Juli anlässlich der Finissage.

2009, Rotterdam und so weiter In der Fortsetzung wird das Projekt in Rotterdam im Januar 2009 in Videoform gezeigt. Wiederum werden einige bisher teilnehmenden Künstler dazu eingeladen. Im Sinn des In Progress kommen neue, auf das Video Format spezialisierte lokale Kunstschaffende dazu. Weiter Standorte in der Schweiz und im Ausland sind in Planung.

Teilnehmer
Schweiz:
Roberto De Luca, Meinrad Feuchter, Norbert Klassen, Fiorenza Bassetti, Béatrice Bader, Paul Le Grand, Marco Giacomoni, Markus Furrer, Agent-provocateur, Stefania Beretta, Glaude Gaçon, Ernesto Nicolai, Anaïs Gumy, Gian Pier Minelli, Silvano Repetto, Jérome Leuba.
Italien: Giancarlo Norese, Daniele Pario Perra, Cersare Pietroiusti, Luigi Negro, Emilio Fantin, Filippo Leonardi, Antonio Scarponi, Giuliano Galletta, Patrizio Travagli.
Holland: Emile Zile
Türkei: Julie Upmeyer


Daten:
Aufbau der Installationen: 9. & 10. Juli
Vernissage & Performance: 11. Juli / 18h00 / Bahnhofpassage
Dauer der Ausstellung: 12. – 27. Juli
Finissage mit Katalogpräsentation: Sonntag, 27. Juli / 14:00 Uhr / Künstlerhaus

Donnerstag, 23. August 2007

Ich bin auch ein Olifant

Mindestens seit dem unsäglichen Kuhsommer '98 sind plastikene Plastiken von Kühen, Bänken, Bären, Fröschen und so fort als temporäres Strassenmobiliar aus dem "Wortschatz" beflissener Stadtmarketing Konsulenten urbaner Metropolen von Zürich über Chicago, New York bis Deggendorf nicht mehr wegzudenken.

Endlich darf sich Rotterdam auch zu dieser Liga zählen -- die Elefantenparade. Verspreid over de binnenstad worden zo'n 50 door kunstenaars beschilderde manshoge olifantbeelden tentoongesteld. Die 3 Sorten Elephanten wurden speziell von (namenlosen?) thailändischen Künstlern geschaffen, sind urheberrechtlich geschützt und geistiges Eigentum von Elephant
Parade ltd.

Eine ganze Reihe von Olifanten ist in der Gallery von elephantparade.nl zu sehen.

Montag, 21. Mai 2007

Jimi Hendrix, Bee-Gees, Pink Floyd und Geno Washington in Concert


Schon erstaunlich, was im November 1967 in einem Club innert wenigen Tagen ein Konzert gab. Und das Ganze natürlich nicht irgendwo in den USA, nein, in Rotterdam ;-)

Weitere Infos, hier

Tag(s): konzerte bee gees pink floy geno washington jimi hendrix kultpavillon kulturtv

Freitag, 18. Mai 2007

Von Affen, Hunden, Würmern: Getier in Rotterdam

Für gewöhnlich berichte ich ja nicht zu Tagesaktualitäten trivialer Art. Doch heute liefert mir "mannetjesgorilla Bokito" einen lockeren Start. Nicht so für die Zoobesucher. Denn Bokito "onsnappte" heute, kurz vor drei Uhr mittags, vier Personen wurden verletzt, darunter ein Tierwärter, der in Schock fiel. Aufmerksam wurde ich auf das Geschehen, als erst Kranken- und dann Fernsehautos an meinem Fenster vorbeifuhren, als ich eben angefangen hatte, diesen Beitrag zu verfassen. Berichte im AD (’Iedereen rende voor zijn leven...’ und Gewonden door ontsnapte gorilla Bokito), im NOS journal und auf nu.nl führten zur Erklärung der Umstände.

Berichten wollte ich vom gestrigen Konzert von Hassle Hound (Glasgow & Brooklyn). Sie kombinieren Recordings aus allen möglichen und unmöglichen Quellen mit Guitarren, Violine und Stimme zu etwas, was echte Musikkritiker offenbar als "wonky off-kilter avant-pop with bite" bezeichnen. Hmmm...


Download der Datei auf die eigene Festplatte: hier

Das Konzert fand in einem der echten Geheimtips-Orte in Rotterdam statt: Am ehemaligen Hinterhafen (dem Achterhaven) steht ein ehemaliges, denkmalgeschütztes Packhaus. Installiert hat sich dort WORM, ein Ort mit netten Menschen und einem Flair für exotische Musik cum Film (Elektronik, Avant-Pop, Improv). Und "installiert" ist sozusagen wörtliche zu nehmen. Weil sie das Mauerwerk nicht antasten durften, wurden sämtliche Einbauten in Gerüstform ins Gebäude hineingebaut. Wohl etwa 85 % der ganzen Einrichtung bestehen aus rezyklierten Materialien -- ausser dem offensichtlichen Bauholz und den Stahlprofilen dienen ausgediente Autositze als Kinosessel, ausgediente PE-Chemikalientanks (3000 Liter) als WC-Kabinen. Unter http://www.wormstation.nl/ sind Worm-Sounds zu finden. Zur Zeit ist im Worm Global WORMing angesagt. Und dann beherbergt Worm seit kurzem das ehemalige psychoakustische Labor von Philips. Doch dazu ein ander Mal.

Dienstag, 15. Mai 2007

Feuer über Rotterdam


Gestern nacht stand der Himmel über Rotterdam in ein gespenstisches Licht getaucht. Die tiefhängenden Regenwolken trugen das Ihre bei. Lediglich die Farbe passte nicht zu einem Grossbrand, zu weiss... Rotterdam gedachte zum ersten Mal öffentlich und in grossem Massstab dem deutschen Bombardement vom 14. Mai 1940, dem Tag, als die gesamte Innenstadt zu Schutt und Asche gemacht wurde. Entlang der Brandgrenze von damals hatte das Büro Mothership 128 Scheinwerfer aufgestellt, die in den Himmel zündeten. 2010, zum 70sten, wird dann eine feste Installation von Adriaan Geuze (Bureau West 8) gebührend an das Ereignis erinnern.

War das Bombardement Glück oder Schaden für Rotterdam -- wohl beides. Über 800 Tote, 80.000 Obdachlose ist die eine Bilanz; Raum, über moderne Stadtentwicklung nachzudenken, die andere. Platz, zum Beispiel, für die wohl weltweit erste autofreie Ladenpassage in der Innenstadt, die Lijnbaan, als Modell heute kaum mehr wegzudenken aus unseren Innenstädten. Platz für eine Skyline, die "Welthafen" sagt. Platz für städtebauliches Nachdenken darüber, ob Bauten der 50er Jahre als Monumente stehen bleiben sollen, oder neuen architektonischen Ergüssen weichen sollen. Immerhin gibt's in Holland doppelt so viele Architekten pro Einwohner, wie Hausärzte.

Die gestrige Installation war übrigens Teil von Rotterdam 2007 - City of Architecture. Und wenn sich Twan Nijssen in seinem Comment zum Artikel im AD eher an Albert Speer erinnert sehen wollte, wird man sich nicht enthalten können, auf die Organisation der niederländischen Polizei zu verweisen, die von Himmlers holländischem Stellvertreter Hanns Albin Rauter organisiert wurde -- und bis heute so besteht (Johannes Houwink ten Cate: Cyrille Fijnaut en anderen - De geschiedenis van de Nederlandse politie).

Dienstag, 10. April 2007

Sounds from Rotterdam

In den vergangenen Tagen und Wochen gab's wieder mal seltene Klänge in Rotterdam. Erst am 28. März ein Film Screening von Pilgrimage from Scattered Points -- Luke Fowlers Dokumentarfilm über das britische Scratch Orchestra, danach Konzert mit Scratch "Haus-Marxist" Keith Rowe:


Download der Datei auf die eigene Festplatte: hier

Dann am Samstag vor Ostern erst noch mal John Buijsman's Public Animal aus Texten von C. B. Vaandrager, dem Rotterdamer Punk-Poet der 60er. Danach Levende poëzie met Jazzmuziek hard-op:

Sonntag, 25. Februar 2007

A Rainy Day in Holland (1/2)

So, was tun wir an einem Regentag in Holland? Im Post-Fastnachts-Blues, und eben erst zurückgekehrt nach einer Woche Sonne (und Arbeit) in Zürich/Bern/Luzern? Wir geben uns bildungsbeflissen und fahren nach Ams ins Van Gogh Museum, wo noch bis zum 3. März sein Einfluss auf die Expressionisten zelebriert wird. Wir wissen, wie wir die Schlange an der Kasse überspringen können (online Tickets sind auf der Museums-Website zu kaufen, wer mehr als 2x pro Jahr kommt, kauft sich die Museumskarte für EUR25).

Drinnen ist die Aussicht auf die Bilder durch Menschenmassen zwar fast verbaut, aber das stört weiter nicht, denn die eigentlich interessante Vitrine interessiert niemanden: wie nämlich die Witwe von Vincent's Bruder gezielt die Ausstellungmacher der Berliner und Wiener Secession und von ein paar anderen Galerien auf Vincent's Werk angefixt hat ... eine Lehrstunde in Kulturmarketing sondergleichen. "Sehr geehrte geachtete Frau", schreiben die Galeristen zurück, und bitten um Erlaubnis, das eine oder andere Werk in einer Kunstpublikation zu reproduzieren. So also wurde der Ruhm gemacht. Die in den Ausstellungstexten krampfhaft gepredigte Ähnlichkeit von van Goghs Kornfeld und Kirchners Nollendorfplatz kann ich schwer nachvollziehen. Doch das Kunstpodest funktioniert und zieht Publikum und so gehen wir weiter.

Tag(s): vincent van gogh rotterdam holland ausstellungen kulturtv kultpavillon