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Sonntag, 8. Mai 2011

Ich mag sie einfach, die Panorama-Aufnahmen mit dem Handy e7-00 von Nokia...

...und das ist keine Werbung, oder so, für ein gerät der marke Nokia...

20110402-093141Ebikon, von meinem Balkon No. 2 aus gesehen

20110408-152928Biel/Bienne

20110414-144957Kirche St. Jakob Maihof Luzern

20110416-113311Kirche St. Jakob Maihof Luzern

20110417-105317Kirche St. Jakob Maihof Luzern mit Arbeiten von Vera Staub

20110416-202333Ibach / Luzern – Blumen zum selber schneiden

20110501-151016
KünstlerInnenAtelier Hilton in Kriens, die Gemeinschaftsküche

20110501-153413KünstlerInnenAtelier Hilton in Kriens, The Meeting Point

...nein, ganz und gar nicht. Wie ich so gerne schreibe/sage, gehört mein Herz und meine Augen der Polaroid-Fotografie. Aber diese Panorama-Aufnahmen haben auch irgend was, dass nicht so ohne weiteres erfasst werden kann. Bei den Polas sind es die Farben, bei den Panoramas der Winkel.

PS: Klick auf die Aufnahmen ermöglichen eine vergrösserte Ansicht.


Link:
Weitere Panoramas mit dem e7-00 –> hier

Sonntag, 24. April 2011

Mein Tagebuch zu Vera Staub: Von freien Plätzen

Der lange Tisch

Da war ein Mensch, der wollte an den grossen Tisch, er wollte dabei sein, bei den Leuten. Nie wollte er zu spät kommen und so war er immer der erste, setzte sich und wartete, bis jemand kam und sich zu ihm gesellte. Manch ein Tisch wurde gedeckt, war für ein Mahl bereit und doch blieb er alleine.
Ein Mann weint nicht, sagten die Leute. Wer genau hinschaute, entdeckte wässrige Augen, manchmal so gross, dass die ganze Erde sich darin spiegelte.
Da sass er nun, am grössten aller Tische, doch niemand setzte sich zu ihm hin. „Warum nur“ fragte er sich immer wieder „warum nur?“

Eines Tages fragte ihn jemand, warum er sich immer alleine an den grossen Tischen setzen würde. „Ich sitze nicht, ich warte“ antwortete er grimmig.

Der Fragende machte sich fast fluchtartig auf und davon. Er liess ihn weiter warten. Soll er doch, bis er grau und alt geworden ist. Zwei Häuser weiter betrat er ein Cafe, schaute sich nach einem freien Tisch um und lies sich nieder. „Eine Cola bitte“ rief er der Serviertochter zu, bevor sie ihn nach seinem Wunsch fragen konnte.

Der gedeckte Tisch

Auch heute blieb der lange, der grosse Tisch leer, einfach leer. Niemand kam, wartete, fragte, redete. Der Mensch wurde eingeladen. Nicht am Tisch, nein, in der freien Natur. Eine Steinplatte diente als Tisch, eine alte Kirchenbank, die nicht mehr gebraucht wurde, als Stuhl. Es war ein Fremder, der für ihn kochte, der ihm die Speisen servierte, der mit ihm redete. Es war ein Fremder, der keine Fragen stellte.

Ein paar Wochen später betrat er ein Cafe, zwei Häuser weiter. Er verschaffte sich einen Überblick, ging auf einen kleinen Tisch zu. Mehrere Stühle waren frei, einer besetzt. „Ist da noch ein Platz frei?“


Alles zu Vera Staub im kulturtv.ch –> hier
Das Programm zu „Biblionen“ von Vera Staub in Luzern –> hier



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Mittwoch, 20. April 2011

Mein Tagebuch zu Vera Staub: Kinder lernen uns zuzuhören

Kinder bei Vera Staub

1972 brachte der RockStar Alice Cooper (gebürtig Vincent Damon Furnier) seinen grossen Hit „School's Out” auf den MusikMarkt. Ein Titel, der aus den Herzen der jungen Leute sprechen sollte – for ever out – die Schule ist zu Ende. Weg mit diesen ganzen Büchern und dem sonstigen Zeugs. Jetzt geht das Leben los, unser Leben.
Doch genau die Leute, die diesen Titel vorübergehend zu ihrem LebensInhalt gemacht haben, wurden später enttäuscht. Sie alle mussten nämlich feststellen, dass die Schule noch lange nicht fertig war. Das Gegenteil ist eingetreten. Die LebensSchule hat soeben begonnen und niemand hat’s so richtig bemerkt. Wir waren die Jugend. Wir waren die Gegenwart und die Zukunft, vereint. Wir wussten wo’s lang geht. Wir wussten einfach alles. Nur nicht, wo uns unser Weg hinführen würde.
1972, die Hippies waren verschwunden, die Revolution beendet, politische Grundlagen wurden zu wässrigen Erkenntnissen. Das Ende war näher, als manch einer von uns erkannte. Plötzlich musste man feststellen, dass Freunde verschwanden, auf Nimmerwiedersehen. Der DrogenTod zeigte seine wahres Gesicht, seine Macht.
„School's Out”? „Trau keinem über 30" – Religion ist Opium für’s Volk. Und dann war noch Mao Tse Tung:
„Mit dem Kapitalismus ist es das selbe wie beim Bodenwischen, wo der Besen nicht hinkommt, verschwindet der Dreck nicht”

Und plötzlich erwachten wir wieder. Wir waren 40 Jahre alt. Manch einer ging den Weg durch die Institutionen und vergass dabei die Revolution. Andere flüchteten in soziale Berufe und wieder andere wurden Politiker, oder einfach ganz normale BürgerInnen.

Zu Beginn habe ich den Grundtenor dieses Beitrags erwähnt – die Lebensschule. Eine Schule, die wir freiwillig besuchen können. Die, neutral beobachtet, keine Noten vergibt, keine Schelte verteilt. Doch oft wollen oder können wir sie nicht erkennen, weil wir selber diese Schule sind. Wir haben unzählige Wahlfächer und eines davon ist die Erziehung unserer Kinder.

Erziehung, wenn ich diesen leeren Begriff nur schon höre, rollen sich meine Fussnägel bis zum Bauchnabel hoch. Damit ist doch eigentlich nur die Anpassung an die eigenen Vorstellungen und die gesellschaftlichen Normen gemeint. Damit dann alles noch wissenschaftlich sich rechtfertigt, sprich mann/frau von Pädagogik.
Doch wo bleibt der Mensch, einfach nur d e r  M e n s c h?
Ich habe längst den Begriff Erziehung durch Begleitung, durch Hilfe, durch die Erschaffung eines Schutzraumes für Kinder und Jugendliche ersetzt. Zu oft musste ich schon beobachten, wie ErzieherInnen es nicht ertragen haben, dass ein Mensch vor ihnen stand, der vielleicht in der Zukunft viel mehr als er/sie selber Schaffen kann. Unsere Aufgabe als Eltern ist es, dieses Schaffen zu schützen, zu bewahren. Wir sind nichts anderes als Geburtshelfer. Und wer meint, er wäre mehr, irrt.

Gestern waren Schulkinder bei Vera Staub in ihrem KirchenAtelier zu Besuch. Ich spürte nichts von Belehrung, von Pädagogik, von Schulung. Die Kinder bekamen ein paar Informationen auf den Weg. That’s all. Dann begannen sie mit ihrer Arbeit, sprachen von Kunst und Kunstwerken, von Objekten, von Lego und dem Tod. Und wir hörten alle zu. Wir lernten zuzuhören, weil wir uns nicht als Erzieher gefühlt haben.
Vera Staub zeigte ihnen auf, dass Installationen vergängliche Kunst sein kann. Sie sind ganz kleine Punkt im Leben. Aber sind es nicht gerade die kleinen Punkte, die das Leben überhaupt lebenswert machen? Die einem weiter bringen? Vera hat die Möglichkeit zur Schaffung solcher Punkte geöffnet. Und ich bin sicher, dass sich in den nächsten Tagen der eine oder der andere Haushalt zum Objekt, zur Installation wandeln wird. „School's Out” – never!


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Das Programm zu „Biblionen“ von Vera Staub in Luzern –> hier


Samstag, 16. April 2011

Mein Tagebuch zu Vera Staub: Von Oben nach Unten Hinauf

Von Oben nach Unten Hinauf 1

Der Bezug zu Kirchen und anderen religiösen Institutionen ist bei mir noch nie prioritär gewesen. So ist die Zusammenarbeit mit der Künstlerin Vera Staub eine Herausforderung auf verschiedensten Ebenen. Da ist die Aufgabe, Fotos zu machen, die den Geist, die Handlung der Arbeiten erfassen.
Da ist aber auch die Umgebung, die Kirche, die mich erfasst. Es ist der Raum, der mir ein temporäres ArbeitsZuhause bietet. Das GottesHaus wird zur Hülle. Ueber allem wacht die Skulptur, Christus Jesus. Sie, oder besser „Er“ ist dabei. Beobachtet.
Da ist auch Don Camillo und Pepone. Die zwei Streithähne, die LösungSuchenden, die RatSuchenden. Der eine bei der kommunistischen Partei Italiens, damals, 1946, der andere bei der katholischen Kirche römischer Prägung. Don Camillo hat also sein SuchFeld, aber auch Pepone. Und ich?
Auch ich suche manchmal Rat. Als Beobachter entgeht mir doch manches und da wäre ich gerne Don Camillo, der „Ihn“ fragen darf: „Was habe ich übersehen?“.

Die Kunst, die ihren Platz sucht, fordert, fragt, handelt. Und so muss „Er“ weichen. Eine Handlung ganz ohne religiösen Hintergrund. Plötzlich ist die Rückwand leer, der Platz hinter dem Altar. Nur in Gedanken ist „Er“ noch da. Ich bin mir ganz sicher, ich kann ihn trotzdem noch fragen. Ich sehe ihn ja, da!

Vera Staub ersetzt „Ihn“ vorübergehend mit ihren Arbeiten. Auf den ersten Blick könnten diese, vor allem aus der Ferne, mit Masken verwechselt werden. Doch beim Näherkommen entdeckt der Besucher unförmige Formen. Oder doch nicht? Rundungen treten hervor. Rundungen, die auf Frauen hinweisen könnten. Schwangere Frauen. Damit ist es vorbei mit der Unförmigkeit. Die Kugel ist rund, der neugeborene Mensch formt seine kleine Hand so, als würde er eine Kugel umfassen, die Planeten erscheinen uns rund.
„Er“ ist nicht mehr sichtbar, aber Geburten kündigen sich an. Ein Zeichen zum Umdenken. Eine Herausforderung zur Tat. Ein Weg in die Zukunft. Eine NeuGeburt in die Zeit der Vergesslichkeit, des Drängens, des Absterbens.


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Donnerstag, 14. April 2011

Mein Tagebuch zu Vera Staub: Wo das Licht nicht hinkommt, wird der Mensch zum Spiegel

Wo das Licht nicht hinkommt

Es liegt in der Natur des Tages, dass er sich mit Licht ankündigt. Langsam erhellt sich der Raum, die Umgebung. Licht ist Leben. Das Tages-Leben beginnt. Und so war ich heute zum ersten Mal mit der Künstlerin Vera Staub unterwegs. Es dreht sich alles um ihre Installationen “Biblionen” in der Luzerner Kirche St. Josef-Maihof. Fast. Denn zuerst kam es zu einem kleinen Familientreffen, oder anders. Frau trifft Mann, Mann trifft Frau – zum Kaffee.

Das Wesentliche des Tages ist aber für Vera Staub die Arbeits-Grundlage zu setzen. Eine Grundlage, die sie bei all ihren Arbeiten ausserhalb ihres Ateliers schafft. Der Boden auf dem sie arbeitet. Dieser besteht immer aus alten, grossen KartonSchachteln. Sie markieren ihr Arbeits-Feld. Sie wandeln harte Böden in tretweiche Unterlagen um. Eine ermüdende Tätigkeit. Nicht zuletzt, weil die Kartons genau auf den benötigten Raum abgestimmt werden. Die einzelnen Teile sind mit KlebeBand zusammen gehalten. ArbeitsPausen werden zu dem, was sie begrifflich beinhalten. Arbeit. Das Sitzen auf dem Stuhl ist eine Möglichkeit, sich einen Überblick zu verschaffen.

Und dann ist immer die Frage nach dem Licht im Raum. Fenster lassen Licht auf die Unterlage prallen. Lenken es aber auch, im TagesLauf. Vera muss sich in die zu beginnende Arbeit vertiefen. Wird sie die nötige Unterstützung bekommen? Wird ihr das Licht den eingeschlagenen Weg leuchten? Sie will in der Karwoche täglich von 09:30 bis 18 Uhr in der Kirche arbeiten. Genügend Zeit die Erfahrung zu machen, zu wenig Zeit grundlegende Änderungen vor zu nehmen.

An der KirchenWand steht ein Fenster. Eine blaue Fläche dahinter. Eine Fläche, die für mich ein Stück Himmel vortäuscht. Das Fenster steht still, ohne Anspruch. Doch der Himmel fordert, weisst hin auf seine Aufgabe. Fast höre ich jemanden sagen: “Lass das Licht rein”.
Wir Menschen sind eigentlich alle Fenster. Wir können uns öffnen, können wahrnehmen, verändern, mit dem Aussen kommunizieren. Handeln. Verschlissen. Verschlüsse sind da, dass sie geöffnet werden. Ich unternehme morgen diesen Versuch um weiter in die Welt von Vera Staub schauen.


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Mittwoch, 13. April 2011

AusGehTipp: Biblionen von Vera Staub – Meditative Installationen in der Kirche St. Josef-Maihof Luzern (ab 17. April 2011)

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Vera Staub, eine Frau mit Händen und Füssen die sich bewegen können, eine Künstlerin die bewegen kann. Im September 2008 habe ich sie kennen gelernt und sie einen Teil ihres Weges begleitet. Danach haben wir uns immer wieder getroffen und getratscht, über persönliches und natürlich über Kunst, bzw. ihren ArbeitsLebensLauf.

Und jetzt stehe ich wieder am Anfang, möchte ich am liebsten Schreiben. Doch damit würde ich mich wiederholen und das geht gar nicht, bei Vera Staub. Wie eingehend geschrieben bewegt sie sich dauernd, kann fast laut bewegen und meint doch immer wieder die Stille, die in ihren Arbeiten wunderbar zur Geltung kommt. Eine Stille, die sich nicht aufdrängt, die nicht fordert, die nicht erdrücken will. Eine Stille, die Fragen stellt. Nicht zuletzt auch an die Künstlerin selber.
Vera Staub ist eine kommunikative Frau, die zu ihren Arbeiten steht und auch darüber spricht, wenn sie dazu aufgefordert wird. Und doch lässt sie es auch zu, dass interessierte Menschen weniger bekommen. Will sagen, dass sie einem nicht überschwemmt. Das Wasser bleibt immer ruhig, still, lässt sich aber auch nicht trüben.

Eben, es geht weiter, die Reise mit Vera Staub. Sie bewegt ihr Atelier in die Luzerner Kirche St. Josef beim Maihof. Da wird sie bis nach Ostern arbeiten, installieren, präsentieren, sprechen, unterhalten, lachen, ruhig sein, da sein.

Wir werden aus unserer Sicht wichtige Stationen bloggen und möchten geneigte LeserInnen damit natürlich auch zum Besuch einladen. Es kostet nur Zeit.

wer: Vera Staub
was: Biblionen – Meditative Installationen
wo: Kirche St. Josef-Maihof
Luzern
wann: In der Karwoche arbeitet die Künstlerin in der Kirche an ihren Installationen.
Jeweils von 9.30 bis 18:00 Uhr
besonderes: Palmsonntag
17.4.2011 – 10:00 Uhr
Schwangerkeit
Gottesdienst mit Vernissage
  Dienstag, 19.4.2011 – 19:00 Uhr
Und er gab mir einen Stein
Lesung mit Christiane Moreno (Sprecherin) und Pius Strassmann (Musik)
  Ostern
23.4.2011 – 20:30 Uhr
24.4.2011 – 10:00 Uhr
Adieu Tuch
Gottesdienste mit illuminierter Installation
  Pfingsten
12. Juni 2011 – 10:00 Uhr
Verwoben
Gottesdienst mit Finissage
Homepage von Vera Staub hier
Vera Staub im kulturtv.ch hier



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