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Donnerstag, 9. Oktober 2008

Musik aus Norwegen

Norwegische Musik hat in der Schweiz oft den Ruf vor allem eines zu sein: Melancholisch.Auf die junge norwegische Musikerin Marit Larsen scheint das nicht unbedingt zuzutreffen.


Nicht das ihre Musik durch tiefgründige Texte besticht (soweit ich das mit meinem bescheidenen Englischkenntnissen überhaupt beurteilen kann). Für mich hat Ihre Musik auf jeden fall etwas sehr erfrischendes und erheiterndes. Und da mit dem Herbst die eher trüben Tage vor Tür stehen, kann etwas Erheiterung auch nicht schaden. Also empfehle ich ein Ohr voll von der Nordischen Popsängerin zu kosten:











Und übrigens: auf die Idee, den eigenen Sommerhit live in der U-Bahn von Oslo zu singen, muss man auch erst noch kommen. Und dies beweist auch, das es nicht unbedingt immer ein Videoclip sein muss der mit viel Geld "MTV tauglich" produziert ist, um einem Song eine Visuelle Umsetzung zu geben die einfach spass macht.

Wer U-Bahnen nicht mag: es gibt auch noch eine Version beim Gemüsehändler und zwar hier.Zu guter letzt gibt es noch eine Fassung auf der Rolltreppe einer U-Bahnstation, hier.

Montag, 30. Juni 2008

Eidgenössisches Jodlerfest

Endlich ist es vorbei, das Eidgenössische Jodlerfest! Auch ich habe noch etwas Senf vom Bratwurststand übrig, den ich dazugeben möchte:


- Jodelchöre haben in der Schweiz eigentlich gar keine so lange Tradition und haben sich in den Städten entwickelt und das vor etwas mehr als 100 Jahren... soviel zum Thema Tradition.


- Fahnenschwingen ist am eidgenössischen Jodlerfest nur den Männern vorbehalten, dies weil das Reglement des Verbandes vorschreibt, das die Teilnahme an Wettkämpfen in Tip-Toper Tracht zu erfolgen hat. Die holde Weiblichkeit ist in einem Reglement dazu verpflichtet einen Rock zu tragen. Somit wird den Frauen über die Hintertür die Teilnahme an Wettkämpfen verunmöglicht, da Fahnenschwingen mit Rock unmöglich ist . In einem Artikel der Neuen Luzern Zeitung (letzte Woche) wurde ein Verbandsoberer zitiert, der die Meinung vertritt, dass das Fahnenschwingen ein Brauchtum sei um böse Geister zu vertreiben und das sei nichts für Frauen. Mag sein das Ende des 17. Jahrhundert tatsächlich noch an böse Geister geglaubt wurde, in der heutigen Zeit erscheinen mir solche Aussagen eher von Vorgestern.


- Alphornblasen: es gibt auch hier Reglemente welche vorschreiben welche Töne und Tonkombinationen geblasen werden dürfen und welche nicht. Offenbar gibt es aber Musikforscher die herausgefunden haben, dass die ursprünglichen Alphornbläser durchaus innovativer und mutiger in der Wahl der Töne waren. Hier wird also ebenfalls von ewig Gestrigen vorgeschrieben was "Authentisch" ist. Dieses gebaren scheint mir höchst Fragwürdig!


- Tradition ist ja bekanntlich ein weiter Begriff. Traditionen zu pflegen ist eigentlich doch eine schöne Sache. Jedoch gehört zur Tradition für mich dazu, das sie sich weiter entwickelt, sonst ist die Kultur die damit verbunden ist nur noch eines: Tod


- Seebrücke: die Idee auf der Seebrücke die längste Baar der Schweiz zu Bauen ist an sich nicht neu: 2006 wollte man beim Eidgenössischen Musikfest der Blasorchesterszene genau das tun, was natürlich nicht möglich war. Obwohl dieser Anlass nicht weniger Volk anzog. Eine weitere Tradition scheint hier zu spielen der Politische Filz: Sicherheitsdirektorin Ursula Stämmer sitzt im OK...


Und zu guter letzt: Dank dem Jodlerfest soll dieses Jahr kein Altstattfest stattfinden um die Nerven der Altstadtbewohner zu schonen und aus Terminlichen Gründen. Auch wenn bei besagtem Fest Kulturell selten etwas wertvolles geboten wird: es bleibt doch immerhin einiges an Geld für Projekte des Vereins "Luzerner helfen Luzerner" übrig. Jedes Jahr werden von diesem Verein Projekte von Gemeinnützigen Vereinen, Kinder- und Behindertenheime und dergleichen mehr Finanziell unterstützt. In welcher Kasse der Reinerlös des Jodlerfestes landet, enzieht sich leider meiner Kenntnis...