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Montag, 2. März 2009

UnLive: Alpineum Produzentengalerie an der UND 4 in Karlsruhe - Bericht II

Einsichten

Nach unserem Spaziergang ging es wieder ran. Von beiden Seiten wird unsere Bretterbude gefinished,

Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

jeder auf die seine Art. Raphael Eglis Spritztechnik kennen und lieben wir ja schon seit seiner Ausstellung „Landlegen“ mit Kilian Rüthemann, hier legt er eine neue Gestalt- und Farbvariation davon an

Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

Daniel Küng arbeitet derweil noch am würdigen Rahmen.

Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

Wie gestern angetönt, haben wir es ja mit einem Helden-der-Arbeit-Doppel zu tun. Während Raphael mit seiner Spritzarbeit den einzigen ordentlichen Aufstieg zur Krone unserer Baumassnahme, Daniel Küng, gar nicht verlegen, schwingt sich über eine Bockleiter oben über die Bretter, um von da der Krone einen ebenen Abschluss zu verpassen

Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

Zur Strafe durfte Raphael den Staubsauger bedienen (Foto: Daniel Küng) – wir schauten zu.

Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

Ein Einsatz welcher sich definitiv auszahlte. Von unseren direkten Nachbarn, der Künstlerinitiative PaulSchwarzLopez wurden wir zur Kaffeerunde eingeladen. Eva Maria Lopez, im Bild zwischen Daniel und Raphael,

Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

lud uns zur künftigen Übernachtung in ihr Atelier ein. Abgesehen von allen Klebebänder und Leitern und allem anderen, mit was sie uns immer fürsorglich aushalf. UNSER HERZLICHER DANK DAFÜR! Obwohl das nun bedeudet, dass wir uns mit einem lachendem Auge von unserer Schlafstätte in der Kantine verabschieden mussten. Aber über ihre Initiative werden sicher später noch einige Worte in unsere Berichte einfliessen.

Bereits um 18 Uhr konnten wir die Regale mit den Fanzines aus Luzern bestücken.

Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

Womit unsere Präsentation in den Grundzügen bereit war.

Denke, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, mal ein ganzes Bild davon zu zeigen: so werden die Besucher der UND#4 uns vom Eingang her sehen:

Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

Wiedermal eröffnen wir!

Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

Wir werden während der UND laufend unsere Ausstellung wechseln. Unsere fünf mitgenommenen Positionen wurden in Boden- und Wandtruppen unterteilt. Täglich wechselt eine Ebene. So können alle ihre Arbeiten für 2 Tage zeigen, und gleichzeitig haben wir jeden Tag eine neue Präsentation.

Unterdessen gingen wir mal wieder schlafen, dazu gleich unten mehr.
Am morgen war früh Tagwacht, um 11 Uhr Pressetermin, und dazu wollten wir vorab noch in die Sauna, um uns richtig aufzubretzeln. Die Sauna war am Montag morgen zu – das werden wir dann wohl gleich nach dem Senden dieses Berichts nachholen.

Zum Pressetermin zückten wir alle Register der sublimen Einnahme der Journalisten

Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

– Schweizer Schokki. Das haut hin, da sind wir gewiss.

Hier sehen wir auch schon die – nun – wirklich glücklichen Presseleute.

Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

Danach kam der Zoll vorbei. Soviel sei mal gesagt, glimpflich lief das nicht ab. Mehr Morgen, wenn es heisst: “Raphael and Stefan goes custom office!“ – hoffentlich begleiten uns die Nacht keine kaffkaesquen Nachtmare.

Aussichten

Mal schauen, was unsere Mitstreiter in Sachen Verbesserung des Kunstwesens so treiben.

Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

Produzentengalerie Alpineum Luzern in KarlsruheProduzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe 

 Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

Weil, wie mir zu Ohren kam, einige Leute von uns nur von der Galerie Alpenglüh’n reden, mag ich jetzt mal vorerst gar nicht viel zu ihren Initiativen erzählen.
Höchstens vielleicht zu:

Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

Dem fotowagen.de gehört dieser Ball natürlich nicht. Dies ist ein Relikt einer Fussballausstellung, welche hier anlässlich der Fussball-WM in Deutschland gehängt wurde.

Nun haben die Fotografen den Schwarzen Peter, und müssen den zur Tür raus treten.

Wie gestern angetönt, hat sich Karl Friedrich ja mal was richtiges geleistet, statt einem Einfamilienhaus mit Pool hat er sich halt eine Stadt sprichwörtlich rund um seinen Palast gebaut, inklusive Jagdwäldchen.

Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

Zielgerichtet gingen wir nun zu unserer unterdessen unangefochtenen Lieblingskneipe mit Brauerei, der Wolfsbräu. Leider – es ist kein Scherz – haben wir alle drei unsere Kameras in der Nancyhalle gelassen, weswegen wir für bestechende Fotos von Speiss, Trank und Interieur gezwungenermassen wieder dahin müssen.

Soviel sei gesagt, wir hatten Flammkuchen und Schupfnudeln, unser ganzes Testteam ist vorbehaltlos von dieser Kost eingenommen. 10 von 10 Punkte. Gott lebt nicht schlecht in Deutschland.

Auf dem Heimweg haben wir noch einen Ausflug zu einem besonderen Strassenfest der lokalen Bevölkerung gemacht – wenn man die Bilder betrachtet, und zum Schluss kommt, dass dies Einblicke in Gassen lebensfroher mediterraner Länder wäre, kann ich entschieden dementieren. DAS IST KARLSRUHE! (not Sparta!).

Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

Produzentengalerie Alpineum Luzern in Karlsruhe

Jede Strasse darf hier jährlich die doppelte Menge Sperrmüll raus stellen, und die Stadt entsorgt es.

Wir fordern dies ultimativ von Schweizer Städten auch! Wie soll man sich daheim das Künstlerdasein leisten, wenn man sein Equipment ausschliesslich vom Baumarkt beziehen kann!

Mit dieser Forderung möchte ich für heute schliessen, die Sauna ruft.

Der HofBerichtErstatter: Stefan Meier

PS: Der Titel HofBerichtErstatter wurde an Stefan Meier verliehen. Wenn er so weiter macht, darf er ihn sogar behalten.
gez. Roger Levy

Donnerstag, 5. März 2009

UnLive: Alpineum Produzentengalerie an der UND 4 in Karlsruhe - Bericht IV

 

Aussichten 1

Schon um 15.45 kamen wir wieder zurück von der Sauna.
Wie unserer Saunatuchtrockenstange entnommen werden kann, erreichte diese unterdessen die maximale Bewertung: 6 von 6 möglichen Saunatuchpunkte!.

ALPINEUM Produzentengalerie in Karlsruhe

Noch gute drei Stunden bis zur Eröffnung. Also wieder ab in die Brauerei Wolf. Heute gäbe es Schweinshaxen mit Krautsalat! Leider herrscht rigide Küchendisziplin. Warm Essen nur mittags und von 17.30 bis 18.30. Hmm, da muss man sich fügen, Bier ist ja zum Glück schön kühl, und die Flammkuchen und Pizzen sind laut ihrer Definition nicht warm, endlich.

ALPINEUM Produzentengalerie in Karlsruhe

Von Links nach rechts erkennt man ein Apfelschorle, das Pilz und leckere, wenn auch ein bisschen liebliche – menno, Namen vergessen, dabei so oft schon zur Bestellung genannt.

Unter Kunstfreunden ist auch immer gerne ein Thema, mit was wohl Marcel Duchamp seine Brötchen verdient habe. Nur mit Schachspielen wurden bisher nur sehr wenige reich. Im Wolfsbräu gibt es Indizen, dass er einer kommerziellen Ausschachtung seiner Konzepte durchaus nicht abgeneigt war.

ALPINEUM Produzentengalerie in Karlsruhe

Ach, jetzt fällt es mir wieder ein: Kräusen-Bier heisst es!

Im direkten Vergleich mit dem Pils sieht man gleich, dass dieses eher in kleinen, bedächtigen Zügen langsam genossen wird.

ALPINEUM Produzentengalerie in Karlsruhe

Bis um 17.30 hatten wir dann unseren kalten Speisen verinnerlicht, worauf sich Christian Duss dann doch noch die Schweinshaxe genehmigte – auch diese hat wohl gemundet.

ALPINEUM Produzentengalerie in Karlsruhe

Einsichten

Während wir uns labten, nahm sich die Sonne die Freiheit, noch in aller Ruhe unsere Ausstellung zu besichtigen.

ALPINEUM Produzentengalerie in Karlsruhe

Punkt 18:34 waren wir dann zurück, und am Start, abwechselnd holten wir die interessierten Besuchermassen, und führten sie zu uns.

Dabei konnten wir vor allem zwei phänomenale und –logische Beobachtungen machen:

- Der arme Kletterer von Christian Duss durchlebte mehrere Höllen, nicht nur, dass er mit Pfeil im Steiss die Leiter besteigen muss. Dauernd wurde ihm mittels Teleobjektiv des allerwertesten Rille gescannt.

ALPINEUM Produzentengalerie in Karlsruhe

Im weiteren Verlauf dieser Observation wurde er dann einer Gesichtskontrolle unterzogen, mit anschliessender Begutachtung, ob denn noch alles im Schritt in Ordnung wäre. Auf dem Bild sehen wir die Künstlerin Anna Kolodziejska, von welcher wir dann im Oktober/November eine Ausstellung im „OT, Raum für aktuelle Kunst“ besuchen können. Die Freude war gegenseitig, dass Luzern eine Strahlkraft bis Karlsruhe hat, damit man sich unter ihrem Zeichen hier zusammenfindet.

- Das zweite Phänomen hatte ähnliche Peeping-Ursachen.

Ein grosser Anteil unserer Besucher zupften jeweils an der Schraube rum, welche den Eingang zu unserem Lager versperrt.

Darauffolgend jeweils die Frage, ob man da rein gehen kann. Klar kann man, Besucher sollten aber nicht.

Nur darum hier, und somit weltweit exklusiv Einblick in das wohl weltweit schönste Fachwerkbilderlager.

ALPINEUM Produzentengalerie in Karlsruhe

ALPINEUM Produzentengalerie in Karlsruhe

ALPINEUM Produzentengalerie in Karlsruhe

ALPINEUM Produzentengalerie in Karlsruhe

ALPINEUM Produzentengalerie in Karlsruhe

 

Aussichten 2

Während der Eröffnung hat das Laborteam des Kaskos regelmässig performed, im Damenklo. Eine Gelegenheit zur Erforschung von unbekanntem Terrain, welche ich mich natürlich nicht entgehen liess.

Zuerst wurde ein Knie präsentiert,

ALPINEUM Produzentengalerie in Karlsruhe

nach einem Weilchen ging ein netter Herr umher, und zeigte einer Auswahl des Publikums gar wunderliches.

ALPINEUM Produzentengalerie in Karlsruhe

In einer Hautfalte seiner Innenhand versteckte sich das Mondkalb gar schüchtern, weswegen auch dieses auch nur ganz leise besprochen werden durfte. Darauf kam der Herr mit dem Knie wieder zur Tür herrein, und murmelte was. Ich fragte die Journalistin zu meiner, was er wohl sagte, ich verstand „ach der Winter kommt“. Was sie in etwa gleich empfand... Unsere Recherchen ergaben, dass es „Martin Winterkom“ hiess. Aha, Audi und Entlassungen... Fakten, die ich natürlich nicht hier aus dem ff zitiere, sondern, weil ich ihn fragte. Eine Befragung, die aufzeigte, dass er sogar in amouröser Beziehung mit der Druckwerkstatt Olten steht, welche wir wiederum schon als nächstes bei uns in der Alpineum Produzentengalerie präsentieren, zurück daheim in Luzern.
Die (deutschsprachige) Welt ist schon klein.

Später hatte ich noch das Glück, mit Peter Weibel den Leiter des ZKMs zu treffen, auf meine Vorstellung hin sagte er: „Jajaja, die Produzentengalerie, eine schöne Präsentation“ und ging davon – was in meinen Ohren sich aber eher wie „Lass mich in Ruhe“ anhörte. Worauf ich im laut nachrief. „Interaktivität beginnt im Kopf!“ – oder noch was viel intelligenteres hätte ich gerne gesagt, wäre ich nicht paff gewesen. Und dabei wollte ich eigentlich nur einen gratis Katalog zu der aktuellen Ausstellung über den Bistrotfotografen von Paris. Aber weil er nicht nett war, gibt’s jetzt auch keine Werbung – aber der Katalog, oder eher Künstlerbuch, ist super. Darum nun: kein Link (Interaktivität beginnt im Kopf!)

In dieser Weise ging es dann weiter, bis Mitternacht. Worauf wir mit unseren Platznachbarn, PaulSchwarzLopez im Auto nach Hause fuhren.

Daheim waren wir aber kaum müde, weswegen wir wieder losziehen mussten. Bis wir eine Bar fanden. Ein einzigartiges Erlebnis, leider hatten wir wiedermal keine Kamera dabei, weswegen nun sogar Handyfotografie wiedergegeben werden muss. Somit noch autentischer wie anhin, weil echt verpixelt, aber dadurch auch sehr unserer Verfassung entsprechend ein kleiner Einblick. Natürlich haben wir wieder herrlichem Bier zugesprochen (D2_10). Natürlich blieb es nicht bei einem.

Auf dem Weg zum Klo fand ich dann noch ein hervorragendes Plakat

ALPINEUM Produzentengalerie in Karlsruhe

könnte wohl für einige Berliner als Anreiz dienen, aber sonst finde ich: die beste Präventionskampagne die ich je gesehen habe!

Irgendwie kamen wir dann aber doch noch ins Bett.

Wieder hiess es für uns Abschied nehmen, wir hatten das Atelier von Eva im Hinterhaus zu verlassen. Mit einem weinenden Auge zogen wir zu Jens, wo uns ein Leben in Luxus winkt: Dusche, Küche, Holzheizung, einfach alles, und vermutlich sogar eine Katze, den Türchen nach zu schliessen.

Dazu aber vielleicht morgen mehr...

Der HofBerichtErstatter vom kulturtv.ch aus Karlsruhe: Stefan Meier

Dienstag, 3. März 2009

UnLive: Alpineum Produzentengalerie an der UND 4 in Karlsruhe - Bericht III

Einsichten

Wir haben’s gemacht – wir waren in der Sauna! Und wir werden gleich wieder hin gehen!

Dazu aber später mehr, zuerst mal von Anfang an:

Gestern schloss ich einen Vertrag mit T-mobile ab, mit welchem ich gemäss der Theorie von überall her Wireless ins Netz gehen könne. Praktisch habe ich jetzt einen einzigen Spot gefunden, von wo aus ich ein schwachbrüstiges Signal empfange, mit welchem sich arbeiten lässt. Zumindest der Platz ist nicht schlecht

Produzentengalerie Alpineum in Karlsruhe

Der regelmässigen Leserschaft mag der noch in Erinnerung sein, von unserer ersten Übernachtung hier. Draussen in der freien Welt erkennt man auch noch den Herrn von der Stadt, welcher bei mir für den Durchblick sorgt.

Nun, Vorderhand grosse Freude, wir können uns nun jederzeit mit der schweizer Welt verbinden, effektiv hat diese Verbindung dafür gesorgt, dass einige Programme nun unbrauchbar sind. Nun, es ist mir nachzusehen, dass ab sofort nur noch ungeschönte, dafür garantiert unmanipulierte Fotos zur Veröffentlichung gelangen.

Mag sein, dass hier beim Onlineverkehr die selben Regeln wie beim ÖV gelten, und somit auch durchgesetzt werden.

Produzentengalerie Alpineum in Karlsruhe

Aber nun wirlklich von Vorn an, und über uns:

Raphael kam plötzlich mit der Idee daher, dass wir doch eigentlich unsere Präsentation auch beschriften könnten. Wir fanden den Vorschlag äusserst einleuchtend, womit wir ihn das dann auch gern erledigen liessen.

Produzentengalerie Alpineum in Karlsruhe

Ein grosses Hallo dann auch, als die Performance-Gruppe des Labors vom Kasko in Basel frisch eintraf. Nicht, dass wir uns vorab kannten, aber als heimisches Gurgelnkratzen die vom melodiösen Badisch erfüllten Hallen durchpflügten, musste dochmals die Vor- und Nachteile des konföderalem Alemannisch ausgeleuchtet werden.

Produzentengalerie Alpineum in Karlsruhe

Sie gaben uns eine Restaurantempfehlung, wo sie im letzten Jahr ausgezeichnet libanesisch gegessen hätten, dazu unten mehr, nur immer schön der Reihe nach.

Unser nun schon wirklich heftigst verdienter Saunabesuch wurde dann nochmals raus gezögert, aus heiterem Himmel ist ein Kolloquium über uns hergezogen – was sein muss, muss halt sein.

Produzentengalerie Alpineum in Karlsruhe

Dann aber Schnelle weg – Achtung, jetzt kommt die Sensation:

Eintritt für 1.5 Stunden: 6 Euro

Inhalt:

2 Innensaunen mit Aufguss, Dampfbad, Kältebad, Thermalbad mit Massagedüsen, Whirlpool, 3 Trockenaussensaunen, Fussbadzirkel, Malaysia-Duschen, Plätscherdusche, Zugwasserkesseldusche plus einen Becken, in welches Eisklötzchen aus der Wand rieseln.

Begeisterung pur von unseren gemarterten Körpern.

Sogar beim Verlassen der Sauna erlebten wir noch erstaunliches:

Leider wollte der Kartenautomat meine Saunakarte nicht mehr zurück nehmen, wodurch ich das einzige Drehkreuz versperrte, und somit einen kleinen Stau erzeugte. Der Stau wurde gebildet durch einen jungen Herrn hinter mir, und einer Dame vor mir, welche eben rein wollte.

Kaum war ich durchgekommen, wollte die Frau sich Zutritt verschaffen. Worauf die Kassendame intervenierte: „Zuerst raus gehen, dann rein kommen!“. Darauf der Herr: „Ne, Ladies first“. Die Kassendame: „Gehen Sie jetzt raus!“ Er: „Ich habe gerade nachbezahlt, nun könnte doch die Dame rein kommen, des kostet mich nix mehr“. Kassendame: „NEIN: RAUSGEHEN IST WICHTIGER WIE REINKOMMEN!“

Genau meine Rede! Deswegen sind wir ja von Luzern nach Karlsruhe gefahren.

Produzentengalerie Alpineum in Karlsruhe

Auf diesem Foto sehen wir den freundlichen Herrn. Nach dem er uns des Österreicherseins verdächtigt hatte, was sich schnell korrigieren liess, hat sich erstens raus gestellt, dass er Touristik studiert, das Engelberg seine absolute Traumskidestination ist, und dass er ein Kunstfan ist. Schon lud ihn Raphael zur Eröffnung heute Abend ein.

Zurück in der gut beheizten Halle, haben wir erst die überlegene konzeption dieses Gesamtplanung des Messeareals erkannt (welches eben auch die Sauna umfasst): direkt über den Warmluftausgängen hat es äusserst

Produzentengalerie Alpineum in Karlsruhe

praktische Saunatuchtrockenstangen.

Im Hintergrund erkennt man nun auch Raphaels fertige Beschriftung.
In einer Adhoc-Beredung haben wir uns nun umgetauft, wir heissen jetzt „Die Alpineum Produzentengalerie“. Genau wie allen guten Bands: The Who, The Clash, The Whitestripes, die Ärzte, Los Lobos etc. etc., da ist einfach mehr Rock drin.

Aussichten

Heute scheint mir eine ordentliche Trennung beider Bereiche nicht recht zu gelingen.

Nun, auf den Tipp des Labors hin, sind wir also zum Libanesen gefahren. Neu zu viert, weil Daniel Küng Besuch von Teres bekam. Charmant wie Raphael und ich sind, haben wir uns auch mal wieder zuerst mit dem Auto ordentlich verfahren, damit die beiden ein paar Minuten zu zweit haben.

Zwischenzeitlich erhielten wir ein SMS von Daniel. Den Libanesen gibt es nicht mehr. Nun ja, eine Stadt ist ja zum Glück ein lebender Organismus, und nicht ein Archiv (Seitenhieb an den Städtebildschutz, falls da jemand mitlesen sollte). Also fanden Sie einen sehr empfehlenswerten Italiener mit dem leicht unpassenden Namen „Pizzahaus“ am Karlsplatz.

Nach dem Essen bestellten wir noch Café mit Grappa, auf die Frage, welche sie den hätten, kam die Antwort: Wir haben Grappa, basta. Das ist Haltung!

Wir zahlten zu viert für 3 Pizzen, Cannelloni, ein gemischter Salat, eine Vielzahl der Getränke €60. Tipptopp.

(Anmerkung: Nein, ich erhielt wirklich keine Zuwendung vom Karlsruher Stadtmarekting in Aussicht gestellt. Aber der Job des Tourismus-Chefs der Stadt muss traumwandlerisch leicht sein.)

Heute führten uns unsere Wege eben raus in die Peripherie von Karlsruhe.

Produzentengalerie Alpineum in Karlsruhe

Punkt 7.30 Uhr standen wir beim Zoll auf der Matte, und dann gings los:

Produzentengalerie Alpineum in Karlsruhe

Gefühlte 5 Stunden der Bearbeitung unseres Falles. Welcher darin zwischenresultierte, dass wir 3500 Euro Sicherheit deponieren durften. Raphael und ich sind nun eher Arme.

Danach mussten wir zu einer Speditition, um uns einen T1-Schein ausfüllen zu lassen – jetzt wird’s wieder gut.

Wir gehen rein: „Guten Tag Frau X, wir sollen zu Ihnen, damit Sie uns einen T1 Schein ausfüllen können“. Frau X: „Das machen wir nicht. Wir können nicht für Gut, welches wir nicht transportieren, Sicherheit hinterlegen“. „Och, die haben wir schon bezahlt“. Sie „Ja, dann kann ich es aber auch nicht machen, bekomm ich Stress vom Chef – aber sagt mal, wer hat euch eigentlich hier hin verwiesen?“ Wir: „Herr R. vom Zoll“. Sie nimmt den Telefonhörer zur Hand und tippt eine Kurzwahl: „Hey Alex, was soll jetzt das mit den beiden Schweizern?“ „...“ „Schau, ich mach das nicht, Du kannst denen den Schein ausfüllen, machst Du das?“ „...“ „Ja, am Montag! Und du hast dann nicht Urlaub, oder bist krank?“ „...“ „Ok, ich habe hier zwei Zeuginnen, dass Du dies am Montag machst!“ Sie adressiert ihre beiden Mitarbeiterinnen, welche durch Kopfnicken bestätigen. „Also, dann hast Du was bei mir zu gut“ „...“ „Nene, einen Camion darfst Du mal alleine ausladen, dass hast Du zugute“.

Punkt, fertig, wir durften gehen. So geht das!

Produzentengalerie Alpineum in Karlsruhe

Intelligent Logistics – nicht wir.

Aber was wir sind, wir sind Fans der lockalen Bäckerzunft.

Produzentengalerie Alpineum in Karlsruhe

Gerade rechtzeitig kamen wir zurück, um Christian Duss zu empfangen, welcher nun seinen Teil zur Ausstellung beitrug.

Mit Befremden mussten wir schreckliches Beobachten.

Ich habe mir lange überlegt, ob ich dies überhaupt zeigen soll, aber die Welt hat die Wahrheit verdient

Erst steckt er seinem Kletter einen Pfeil in den allerwertesten,

Produzentengalerie Alpineum in Karlsruhe

um diesen aber drauf auch gleich zu trösten .

Produzentengalerie Alpineum in Karlsruhe

Nun, andere Länder, andere Sitten.

Nun sind es noch 5 Stunden bis zur Eröffnung, wir gehen mal wieder in die Sauna.

Oh Baby!

Der HofBerichtErstatter: Stefan Meier (Anmerk. d. Red.: Den Titel hat kulturtv verliehen.