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Immer noch besser als unter dem Gartenhag “durch zu fressen” oder den “Kleinkrieg” zu beginnen.
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Immer noch besser als unter dem Gartenhag “durch zu fressen” oder den “Kleinkrieg” zu beginnen.
Das Kunstmuseum Luzern teilt mit:
Die diesjährige Jahresausstellung wird aus Anlass des Jubiläums „10 Jahre Kunstmuseum im KKL Luzern“ einmalig in einem veränderten Modus durchgeführt. Anstelle einer Fachjury, die gemeinsam eine Auswahl von Künstlerinnen und Künstlern trifft, wurden neun Kuratorinnen und Kuratoren aus der ganzen Zentralschweiz eingeladen, je eine eigene persönliche Auswahl zu treffen und in ein oder zwei für sie vorgesehenen Räumen eine individuelle Kabinett-Ausstellung einzurichten. Dafür stellt das Kunstmuseum mit 1'750 qm rund 90% der gesamten Museumsfläche zur Verfügung. So ist in diesem Jahr eine breitere und repräsentativere Übersicht über die Zentralschweizer Kunstszene als üblich zu sehen, nämlich eine, die auf neun unterschiedlichen Blickwinkeln beruht. Veranstaltet wird auch ein spezielles Performance-Programm.
237 Künstlerinnen und Künstler aus den Zentralschweizer Kantonen Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Uri und Zug haben sich für die Teilnahme beworben.
Die Kuratorinnen und Kuratoren Christine Anliker, Eveline Donno-Temperli/Anna-Sabina Zürrer, Julie Harboe, Andreas Hertach, Judith Huber (Performanceprogramm), Damian Jurt, Lynn Kost, Jürg Nyffeler und Wetz haben basierend auf den 237 eingereichten Bewerbungsdossiers jeweils ein spezifisches Ausstellungskonzept entwickelt. Teilweise haben sie zusätzlich auch noch einzelne Künstlerinnen und Künstler direkt eingeladen. So werden an der Ausstellung insgesamt 93 Künstlerinnen und Künstler teilnehmen.
Die Ausstellung findet vom 11. Dezember 2010 bis am 6. Februar 2011 statt, fünf Kabinette werden bis am 27. Februar 2011 stehen bleiben. An der Vernissage am 10. Dezember um 18h30 findet zugleich die Verleihung von drei Preisen statt: Jurypreis/Preis der Zentralschweizer Kantone (12'000 Franken und ein Ankauf), Ausstellungspreis der Kunstgesellschaft Luzern (Kabinettausstellung im Kunstmuseum Luzern), Hilfiker-Preis für Fotografie und neue Medien (5'000 Franken sowie eine Einzelausstellung bei Hilfiker Kunstprojekte).
Ebenfalls am 10. Dezember wird die Ausstellung von Katharina Wieser eröffnet. Die 1980 geborene Künstlerin ist in Baar aufgewachsen und hat die Luzerner Hochschule für Kunst und Design absolviert. Sie ist Preisträgerin des letztjährigen Ausstellungspreises.
Die ausgewählten und ausstellenden Künstlerinnen und Künstler:
Egon Albisser, Geuensee (*1956, LU)
Serena Amrein, Darmstadt (*1964, LU)
Ursula Bachman, Zürich (*1963, LU)
Kyra Tabea Balderer, Bern (*1984, LU)
Cäsar Balmer, Luzern (*1963, LU)
Flurin Bisig, Sörenberg (*1982, LU)
Nathalie Bissig, Zürich (*1981, UR)
Alex Born, Sigigen (*1951, LU)
Pascal Bracher, Luzern (*1980, LU)
Barbara Bucher, Luzern (*1966, LU)
Rhea Bucher, Adligenswil (*1984, LU)
Stefan Bucher-Twerenbold, Nebikon (*1967, LU)
Max Bühlmann, Wien (*1956, LU)
Carola Bürgi, Sursee (*1967, LU)
Hanspeter Dahinden, Sursee (*1949, LU)
Barbara Davi, Luzern (*1971, LU)
Davix, Luzern (*1966, LU)
Claudia Di Gallo, Zürich (*1959, LU)
Raphael Egli, Emmenbrücke (*1975, LU)
Anton Egloff, Luzern (*1933, LU)
Robert Estermann, Zürich (*1970, LU)
Rebecca Fässler, Berlin (*1965, LU)
Christian Frehner, Luzern (*1975, LU)
Franziska Furrer, Altdorf (*1974, UR)
Jeroen Geel, Obernau (*1976, LU)
Marcel Glanzmann, Luzern (*1965, LU)
Michelle Grob, Luzern (*1980, LU)
Alois Grüter, Sursee (*1956, LU)
Edwin Grüter, Willisau (*1950, LU)
Heini Gut, Stans (*1948, NW)
Martin Gut, Luzern (*1976, LU)
Angela Hausherr, Zürich (*1967, LU)
Ray Hegelbach, Zürich (*1983, LU)
Urs Heinrich, Sempach (*1964, LU)
Alois Hermann, Luzern (*1955, LU)
Susanne Hofer, Zürich (*1970, LU)
Anet Hofer/Brigitte Dätwyler, Zürich
(*1974/1979, LU)
Lukas Hoffmann, Steinhausen (*1981, ZG)
Huth und Frey, Cathérine Huth/Pia Frey, Luzern
(*1973/1957, LU)
Silvana Ianetta, Wabern (*1964, UR)
Barbara Jäggi, Luzern (*1956, LU)
Laura Jurt, Zürich (*1979, LU)
Julia Kälin, Zürich (*1977, LU)
Uwe Karlsen, Meggen (*1954, LU)
Anastasia Katsidis, Zürich (*1974, LU)
Michelle Kohler, Luzern (*1981, LU)
Silas Kreienbühl, Neudorf (*1983, LU)
Ralph Kühne, Luzern (*1978, LU)
Sandra Kühne, Zürich (*1976, LU)
Christoph Lang, Zürich (*1971, NW)
Niklaus Lenherr, Luzern (*1957, LU)
Reto Leuthold, Luzern (*1977, LU)
Rochus Lussi, Stans (*1965, NW)
Beatrice Maritz, Erstfeld (*1962, UR)
Sara Masüger, Zürich (*1978, ZG)
Albert Merz, Berlin (*1942, ZG)
Pirmin Meyer, Knutwil (*1971, LU)
Barbara Mühlefluh, Neuheim (*1962, ZG)
Robi Müller, Buttisholz (*1962, LU)
Bruno Murer, Kriens (*1949, LU)
Jörg Niederberger, Niederrickenbach (*1957, NW)
Alexander Obretenov, Luzern (*1967, LU)
Josef Maria Odermatt, Oberdorf (*1934, NW)
Camillo Paravicini, Luzern (*1987, LU)
Peter Roesch, Luzern (*1950, LU)
Moni Rogenmoser, Wolhusen (*1955, LU)
Nick Röllin, Bern (*1966, ZG)
Roland Roos, Zürich (*1974, LU)
Marion Schärer, St. Niklausen (*1930, LU)
Niklaus Schärer, Luzern (*1958, LU)
Theo Schärer, St. Niklausen (*1959, LU)
Klara Schilliger/Valerian Maly, Bern (*1953/1959, LU)
Thurry Schläpfer, Luzern (*1959, LU)
Judith Schnyder, Basel (*1968, LU)
Diana Seeholzer, Küssnacht am Rigi (*1975, SZ)
Nathalie Sidler, Basel (*1983, OW)
Mooni Sigrist, Adligenswil (*1980, LU)
Flavia Spichtig, Berlin (*1985, OW)
Vreni Spieser, Zürich (*1963, ZG)
Ursula Stalder, Luzern (*1953, LU)
Christoph Stehlin, Luzern (*1960, LU)
Peter Stobbe, Rheineck (*1951, LU)
Annelies Štrba, Richterswil (*1947, ZG)
Miriam Sturzenegger, Luzern (*1983, LU)
Andrea Suter, Arth (*1974, SZ)
Daniella Tuzzi, Luzern (*1964, LU)
Markus Uhr, Leipzig (*1974, ZG)
Matthias Ulrich, Schwyz (*1974, SZ)
Franz Wanner, Walenstadtberg (*1956, LU)
Cecile Weibel, Zürich (*1984, LU)
Ruth Woodtli, Luzern (*1950, LU)
Maria Zgraggen, Bürglen (*1957, UR)
Richard Zürcher, Sursee (*1954, LU)
Auswahl der Kuratoirinnen und Kuratoren
Christine Anliker
Bruno Murer
Peter Roesch
Maria Zgraggen
Jeroen Geel
Marcel Glanzmann
Julie Harboe
Barbara Jäggi
Julia Kälin
Jörg Niederberger
Josef Maria Odermatt
Annelies Štrba
Miriam Sturzenegger
Andreas Hertach
Davix
Raphael Egli
Lukas Hoffmann
Reto Leuthold
Camillo Paravicini
Annelies Štrba
Markus Uhr
Judith Huber
Pascal Bracher
Rhea Bucher
Franziska Furrer
Angela Hausherr
Anet Hofer / Brigitte Dätwyler
Ralph Kühne
Alexander Obretenov
Klara Schilliger / Valerian Maly
Vreni Spieser
Christoph Stehlin
Cecile Weibel
Damian Jurt
Kyra Tabea Balderer
Lukas Hoffmann
Silvana Ianetta
Christoph Lang
Roland Roos
Peter Stobbe
Lynn Kost
Serena Amrein
Ursula Bachman
Flurin Bisig
Nathalie Bissig
Barbara Davi
Anton Egloff
Robert Estermann
Christian Frehner
Ray Hegelbach
Laura Jurt
Anastasia Katsidis
Reto Leuthold
Sara Masüger
Nathalie Sidler
Mooni Sigrist
Flavia Spichtig
Ruth Woodtli
Jürg Nyffeler
Max Bühlmann
Claudia Di Gallo
Uwe Karlsen
Niklaus Lenherr
Beatrice Maritz
Barbara Mühlefluh
Franz Wanner
Maria Zgraggen
Wetz
Egon Albisser
Alex Born
Barbara Bucher
Stefan Bucher-Twerenbold
Carola Bürgi
Hanspeter Dahinden
Rebecca Fässler
Edwin Grüter
Alois Grüter
Heini Gut
Martin Gut
Urs Heinrich
Alois Hermann
Huth und Frey
Silas Kreienbühl
Rochus Lussi
Albert Merz
Pirmin Meyer
Robi Müller
Moni Rogenmoser
Nick Röllin
Marion Schärer
Niklaus Schärer
Theo Schärer
Thurry Schläpfer
Judith Schnyder
Diana Seeholzer
Ursula Stalder
Daniella Tuzzi
Richard Zürcher
Eveline Donno-Temperli/ Anna-Sabina Zürrer
Cäsar Balmer
Michelle Grob
Susanne Hofer
Michelle Kohler
Sandra Kühne
Flavia Spichtig
Andrea Suter
Matthias Ulrich
Bruno Schlatter teilt mit (Sonntag, 3.10.2010)
VJ produziert seine Bilder live
Mein Werk, vorher sah man die drei Steine nicht…
Nach einem kleinen ‚Hin und Her‘-Chat werde ich zu Kultschal zum Nachtessen eingeladen. Sie habe ich am Pombösen Marsch für den Augartenspitz kennengelernt. Wir sind letztlich fast Nachbarn. Ich darf vom Dach einen pompösen nächtlichen Blick über Wien und dann Blutwurst mit feinen Gemüsen geniessen. Zum Dessert erfahre ich, wie Kultschal zu ihrem Namen kam und kriege sogar einen wirklich königlichen Kultschal geschenkt.
Zusammen fahren wir an den Einsiedlerplatz – ihren Mann lassen wir bronchitisgeschwächt zu Hause. Im ‚Kulturhafen‘ hat Salah Addin sein Konzert begonnen. Der Sudanese spielt die elektrische Gitarre und singt, dazu trommelt wieder mal der hervorragende, ewige Habib Samandi inklusive Kazoo, links wirft die Iranerin Tahere Nourani aka Tata ihre Querflötenpralinen ein, sie hören wir auch schon zum dritten Mal. Musikalisch reisen wir zwischen Afrikablues, Afrobeat und ‚Sufi- Hoppeln auf dem Kamel durch die Sahara‘. Die drei ergänzen sich hervorragend, lösen sich ab und spielen einander die Melodien zu.
Für die Museumsnacht ist es anschliessend zu spät, auch die endet schon abends. Deshalb probieren wir ‚Das Werk‘, wo sich Vienna Soulfood an einem kleinen Festival präsentiert. ‚Das Werk‘ ist ein relativ neuer Club um die Ecke bei Kultschals Wohnung, sie war aber noch nie dort. Wir tauchen in einen dunklen Innenhof wo die Security zum Flüstern ermahnt und stechen in ein riesiges Kellergewölbe, wo gerade die ‚Blind Idiot Gods‘ intelligenten, modernen Rock von der Bühne brettern. Ein toller Club mit Stil, guter Musik und durchmischtem, jungem Publikum. Ein bisschen alt kommen wir uns schon vor.
Als zweites spielen die Cheesevibes eine Mischung aus Reggae, Ska und Hip-Hop, ehe ‚antiehdas‘ den Abend mit seiner Laptop-Electronic beschliesst: zwischen Minimal und Maximal, eiernde, repetitive Beats von einer herrlichen VJ-Animation begleitet. Der junge Künstler bereitet seine Bilder live auf der Bühne, benutzt zum Teil vorgefertigte Strukturen und zeichnet vor Ort, fotografiert und verarbeitet die Bilder direkt im Computer zu trickfilmartigen Sequenzen.
Da wurde ich wieder einmal verwöhnt von Wien!
Den Sonntagmorgen starte ich mit Salah Addin & Friends. Holy Holy, 2002, die CD habe ich mir am Vorabend von der Managerin ergattert. Sofort scheint die Sonne Afrikas in der Wohnung. Inspirierte Afromusik, diesmal mit ganzer Band, mal wie Reggae, mal Gospel, mal Maliblues (aber halt aus dem Sudan), mal Blues. Vom traditionellen inspiriert in die Gegenwart hinein und darüber hinaus…
Um 10 Uhr treffe ich am Eingang zum Jüdischen Friedhof die Grünen und andere Freiwillige: wir helfen den verwilderten Friedhof, den die Stadt leider nicht pflegt, obwohl darüber ein internationales Abkommen besteht, von der allgemeinen Rosenüberwucherung zu befreien. Normalerweise ist der Friedhof geschlossen: zu gefährlich. Wir müssen deshalb ein Formular ausfüllen, das bestätigt, das wir auf eigene Haftung das Areal betreten (auf eigene Gefahr: eine Warnung die man hier übrigens ständig an jeder Ecke trifft). Bis 11 Uhr habe ich 3 Grabsteine freigelegt und mich dabei gefühlt, wie die Figur in meiner Novelle ‚Abgang, Fertig, Aus‘, die sich aus dem riesigen Dornengebüsch befreit, das ihr ein freies Leben verunmöglicht hatte.
In der nun folgenden Führung erfahre ich davon, dass dieser Friedhof die Debatte ausgelöst hat, was denn Österreich nun sei, so weisen Stadt und Land Wien die Verantwortung von sich, sie seien nicht Österreich und hätten dieses internationale Abkommen nicht unterschrieben, und der Staat befindet, dass er ja eigentlich eben genau aus den Städten und Ländern bestehe. Und so debattieren sie noch heute. Auch weiss ich nun über die Gräberausrichtung nach Osten Bescheid und frage mich jetzt noch, ob bei der Auferstehung der Toten am jüngsten Gericht, wirklich alle den Weg nach Jerusalem finden, aber die Welt ist ja zum Glück rund, selbst wenn sie sich nicht umdrehen und gegen Westen gehen, kommen sie irgendwann in Jerusalem an. Leider dauert es 45 Minuten, bis wir die ersten paar Meter der Führung machen, mir scheint, die Österreicher neigen zu ausführlichen Veranstaltungen. Nach etwas mehr als einer Stunde habe ich immerhin einen kleinen Teil des ältesten Gräberfeldes begutachtet und verabschiede mich.
Ich radle quer durch die Stadt zur Vernissage von gazebo bei der werkstatt h an der Schönbrunnerstrasse 61. Dort treffe ich den Esel, der das ganze organisiert (und auch die Website, von der wir letzte Woche berichtet haben). Ich höre leider nur noch den letzten Satz der Vernissageansprache, werde aber mit einem reichhaltigen Buffet vertröstet und erhalte eine kleine Privatlektion über den Off-Space, der für mich ein wenig Hüttenkunst in Wien darstellt. In der Hütte läuft die Aktion Bird-Karaoke, man kann seine Vorstellung eines Vogeltones abgeben, was dann als Soundcollage später abgespielt wird. Es treffen hier Street-Art auf Lichtkunst, bildende Kunst auf Workshops. Das ganze Projekt dient spartenübergreifendem Austausch und der Vernetzung von Menschen und Ideen.
Zurück arbeite ich kurz und verabschiede mich später zu einem erschöpften Tagesschlaf ins Bett.
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Salah Addin
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Lukas Pusch teilt mit (2.10.2010):
Ein leeres Podium und ein paar Ausstellungsstücke im Rasen – das erste Foto unmittelbar nach dem Raub der White Cube Gallery Novosibirsk.
Ausstellungseröffnung von Olga Teer und Andrey Kurtshenko – das letzte Foto der White Cube Gallery Novosibirsk vor dem Diebstahl
Liebe Freunde, Sammler und Kunstinteressierte,
in der Nacht vom 30. September auf 1. Oktober wurde die White Cube Gallery Novosibirsk von unbekannten Tätern gestohlen!
Die White Cube Gallery ist eine Ready-Made-Skulptur in Form einer Blechgarage und war gleichzeitig das erste Zentrum für Gegenwartskunst Sibiriens.
Laut Augenzeugen trugen die Diebe Polizeiuniformen. Zum Abtransport der rund eine Tonne schweren Skulptur benötigten die Täter ein eigenes Kranfahrzeug.
Laut Presseerklärung der Polizeiverwaltung ist die sibirische Polizei jedoch nicht in den Kunstraub involviert. Im Gegenteil: sie ist für jegliche Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, dankbar und hat erste Maßnahmen zur Ergreifung der Täter eingeleitet.
Der Wert der Skulptur wird von Museumsexperten auf eine Million Rubel geschätzt.
Erst am 23. September wurde in Novosibirsk das erste staatliche Museum für zeitgenössische Kunst, das „Siberian Center for Contemporary Art“ (SCCA) eröffnet. Die White Cube Gallery sollte laut Direktorin Anna Tereshkova und Kulturministerin Natalja Jaroslavtzeva „künftig in Kooperation mit dem SCCA als permanente Plattform für künstlerische Experimente dienen“ und wurde direkt vor dem Haupteingang des neuen Kunstzentrums aufgestellt.
Drushba und liebe Grüße
Lukas Pusch
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Die White Cube Gallery wurde 2008 von Lukas Pusch und Konstantin Skotnikov als erstes Zentrum für Gegenwartskunst in Sibirien gegründet.
2009 wurde die Galerie auf die Ladefläche eines LKW ZIL 130 gehoben und Wanderausstellungen an die Russisch-Mongolische Grenze organisiert.
Bei der renommierten Kunstbiennale in Krasnojarsk wurden Lukas Pusch und Konstantin Skotnikov mit ihrer White Cube Gallery als beste Arbeit der Kategorie Public Art ausgezeichnet.
In der White Cube Gallery Novosibirsk fanden seit ihrer Gründung dutzende Ausstellungen und Performances von Künstlern wie Slava Mizin (Blue Noses), Konstantin Eremenko, Olga Teer oder Artem Loskutov u.v.a. statt.
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Einige Pressemeldungen zum Raub der White Cube Gallery
SIBKRAI
http://sibkray.ru/news/2010-9-30/12157/
http://sibkray.ru/news/2010-9-30/12172/
TAYGA INFO
http://tayga.info/news/2010/09/30/~100274
GAZETA.RU
http://www.gazeta.ru/social/2010/09/30/3424392.shtml
KASPAROV.RU
http://www.kasparov.ru/material.php?id=4CA460B8AEE5E
KISS MY BABUSHKA
http://kissmybabushka.com/?p=3597
FORUM MSK
http://forum-msk.org/material/news/4262076.html
NGS NOVOSTI
http://news.ngs.ru/more/73516/
http://news.ngs.ru/more/73485/
AKADEMIA NOVOSTI
http://academ.info/news/14944
ART BLOG
http://www.art-blog.com.ua/?p=3996
NOVOSIBIRSK ART
http://novosibirsk-art.ru/novosti/poxishhena-galereya-sovremennogo-iskusstva-white-cube/
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Alles zu Lukas Pusch im kulturtv.ch –> hier (inkl. Video zum erwähnten Transport mit einem LKW ZIL 130)
Bruno Schlatter teilt mit (Samstag, 2.10.2010)
Der Conférencier in der Arena-Bar, der etwas Mühe hatte, diese Rolle einzunehmen…
Der internationale Stargast, hier noch erzählend…
Archivbild: Dresdner Gebäck (von der trockeneren Sorte)
Den Abend verbringe ich im ‚Puff‘. Die Arena-Bar wird seit längerem vom Aktionsradius in monatlichen Abständen auch kulturell bespielt. Heute ist Premiere für den literarischen Event ‚Bar ohne Eigenschaften‘, der in Zukunft hie und da Poesie in die Separees bringen soll. Zuerst referiert ein Trio des ‚Instituts für Zeitgenössische Kulturgeschichte‘ über verschiedenen Thesen den Austropop betreffend. Es folgt Rainer Krispel, der sein Manuskript des Punkromans ‚Der Sommer als Joe Strummer kam‘ vorstellt mit dem Kapitel über den Besuch eines Ramones-Konzerts in Amsterdam. Nach der Pause wird ein Geburtstag ausgiebig gefeiert, wozu Krispel noch ein Kapitel, das dem Geburtstagskind gewidmet ist, vorliest. Dann folgt der Wiener Erfinder des Rap, Christian Schreibmüller, der witzig skurrile Wortkombinationen akrobatisch vorträgt, leider immer mehr ins dialektische Wienern abschweift und mir so das Verständnis zunehmend verunmöglicht. Zum Schluss der internationale Star, also ich, der ich kurz von meiner Reise und dem aktuellen Projekt erzähle um dann zweideutiges aus ‚Unter die Latte‘ vorzutragen. Rede zum Schluss noch lange mit Renate und nachher nochmals mit Alois.
Den späten Samstagmorgen versüssen mir Maria Joao Pires und Ricardo Castro, die Franz Schubert interpretieren, ‚Résonance de l’originaire‘,2004. Dramatische Fantasie und abgerundete Rondos reichen sich die Hände. Gejammert wird nicht, womit ich überglücklich werde.
Weniger glücklich bin ich über meine Internetsituation. Es scheint als habe der bisherige Gratis-W-LAN-Zugang per 1. Oktober die Wohnung (oder zumindest das Modem) gewechselt. Muss mir also eine Pre-Paid-Karte besorgen, was hier in Österreich offensichtlich nur über Datenmenge und nicht über Tagespauschalen läuft. Werde also öfters ein W-Lan-Restaurant aufsuchen in Zukunft und sonst sparsam online sein.
Am Nachmittag wird gearbeitet.
Ich fahre am Kapitel über das friedliche Volk von Kuchenbäckern in der Dresdner Neustadt weiter:
Anett Lentwojt zeigt mir ein Kultstück der Sammlung über das Volk der friedlichen Kuchenbäcker (jeder Interviewpartner erwähnt begeistert das Kuchenbacken zum verkaufen oder verschenken!), ein Waffeleisen, das inklusive Text dem Museum geschenkt wurde: „Mit diesem Waffeleisen fing alles an. Vor ungefähr 11 Jahren, ich war damals acht, … Da wir damals noch kein Waffeleisen hatten, bekam ich dies von meiner Grossmutter mit einem Super-Rezept. Unterdessen haben wir ein neues Waffeleisen und einen neuen Standplatz, aber unsere Waffeln schmecken immer noch gleich gut. Wer einmal da war, kommt immer vorbei!“
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The Ramones
Bunte Republik Neustadt-Museum
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Antworten bitte im Kommentarbereich oder bei Facebook bzw. Twitter. Bin gespannt, ob das jemand erkennt.
Bruno Schlatter teilt mit (Freitag, 1.10.2010)
Stempel der Universellen Republik Kugelmugel
Sonderbriefmarke der Liga der Enttäuschten
Sehr gesprächig wäre der Propagandaminister von Kugelmugel, auf jeden Fall strahlt er, erstens, weil er so viel Unterlagen zum Thema gefunden und mitgebracht hat, und zweitens, weil wir – mit ‚wir‘ meine ich die Österreichische Literatennationalmannschaft im Fussball – mit 4:3 gegen die SPÖ-Fraktion des Wiener Parlaments (somit die Anhänger vom Häupl) siegen, wobei ich zu meiner persönlichen Bilanz sagen muss, dass ich mit zunehmender Kurzsichtigkeit Flutlichtspiele immer mehr meiden muss, so haue ich in der 15. Minute mit dem linken Fuss voll in den Boden, womit statt einem wunderschön getimten Flanke ein Ball mehr beim Gegner landet und ich durch den Rest des Abends humple. Weiter bleibt die Erkenntnis, dass ich an meiner Kondition arbeiten muss. Eben, gesprächig wäre er gewesen, der Propagandaminister, als wir es dann probieren fehlt die Ruhe im Lokal respektive das Licht draussen, weshalb wir das Interview vertagen und ich zuerst mal die Unterlagen mitnehme und studiere. Zuallererst schauen wir die Uefacup-Spiele am Fernsehen im Clublokal und verbrüdern uns bei einigen Bieren… es entsteht unter anderem die Idee, dass die Schweizer Literatennationalmannschaft nächstes Jahr zum Augustin-Cup eingeladen werden sollte. Entgegen meiner Selbsteinschätzung erhalte ich einige Komplimente: die Verteidigung sei gut gestanden!
Irgendwann die längere Radlfahrt zurück in den 8. Bezirk, wo ich zu müde bin um in den Ausgang zu hinken und kurzerhand noch ein wenig arbeite, ich bringe das Interview mit Guido Bock aus der Neustadt Dresden zu Ende..
Es kommt wie es kommen musste, humple heute morgen durch die Wohnung, ganz im Gegensatz zu ‚Mopedrock‘ die durch die Gänge röhren, wieder mal von Montpellier bis Bözen. Nur in WC und Bad ist es ihnen zu eng. Habe gestern die CD von Andreas Leikauf erhalten, es ist eine Zusammenstellung älteren Materials und der neuen Sachen, die bald erscheinen sollten. Ein paar wirklich erfrischende Songperlen darunter.
Stelle das Video ‚Einlinienzeichnung‘ für Klaus Büsen fertig und stelle es auf YouTube. Beginne anschliessend das Gespräch mit Sebastian Schwenk zur Bunten Republik Neustadt auszuwerten.
Das erste Telefon ins Rathaus bringt dann nicht Kafka, sondern zuerst mal einen epischen Wienerwalzer, ehe eine nette Stimme mir erklärt, dass die zuständige Person soeben weg gegangen ist und ich es in einer halben Stunde nochmals probieren darf.
Kaufe kurz ein, unter anderem weissen Sturm (wie Sauser), was sich als schwierig erweist in der Plastikflasche, die nicht ganz geschlossen wird wegen dem Gärungsdruck und deshalb überall schäumt und überquillt.
Beim zweiten Versuch werde ich auf den Nachtmittag vertröstet. Zum Glück gibt’s heute Telefon, bei Kafka irrten sie dafür jedes Mal durch die Gänge.
Der dritte Versuch, freundliche Stimme: „Leider ist er noch nicht da, in einer halben Stunde circa…“
Der vierte Versuch wird dann per Automatik umgeleitet zur Zentrale, welche mich ins Nebenamt vermittelt, wo ich zuerst wieder schöne klassische Klänge höre, bis mir eine nette Dame die Ausgangsnummer meines Telefons geben will. Nach meinem Insistieren, dass ich ja genau von dieser Nummer her käme, werde ich aufgeklärt, dass in dem Fall wohl niemand mehr im Büro sei und ich es am Montagmorgen probieren dürfe! Danke! Gerne!
Studiere also mal die Akten von Kugelmugel und der daraus hervorgehenden Liga der Enttäuschten.
Die Zeit reicht noch, um das Interview mit Günter Starke zu verarbeiten und zu merken, dass die Bunte Republik Neustadt ein friedliches Volk von Kuchenbäckern ist. Ausschnitt:
„Ich wüsste zwar auch heute keine Alternative, mir würde es reichen, wenn unser Grundgesetz – das keine richtige Verfassung ist, richtig angewendet würde. Aber dagegen wird ständig verstossen. Da steht zum Beispiel, Eigentum verpflichtet, sein Gebrauch soll der Allgemeinheit dienen, wo wird das verwirklicht? Dann gibt es den Paragraph 21, glaub ich, die Parteien wirken an der Willensbildung des Volkes mit, aber meiner Meinung halten die Parteien das ganze Land fest im Griff. Es gibt keine Sache, die man ohne Zustimmung und Mitarbeit irgendeiner Partei machen kann. Wo ist da der Bürger frei? Ich denke die Natur des Menschen ist nicht so stark veränderbar, Gier und Neid werden eben immer bleiben, deshalb funktionieren andere Gesellschaftsmodelle, zum Beispiel das sozialistische, eben nicht.“
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2. Ze(h)nsekundenstar
Video Einlinienzeichnung von Klaus Büsen:
Franz Kafka ‚Das Schloss‘
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Auf dem Vierwaldstättersee gibt es kleine, grosse, protzige und ganz normale Boote, solche mit und ohne Segel, mit kleinem Motor und mit grossem, zum Treten und zum Rudern. Von den Formen her ist dieses kürzlich entdeckte Boot für mich ganz neu. Weiss jemand mehr dazu?
Bruno Schlatter teilt mit (Donnerstag, 30.9.2010)
Alois, der Vizebürgermeister der Augartenstadt
Habib lud mich heute zu einem speziellen Konzert ein. Dafür wurden wir von seiner Kollegin nach Eisenstadt chauffiert. Ich liess mich mal überraschen. Lange sassen wir im Saal und fragten uns, ob wir im richtigen Saal seien, was wir hörten war weder Roma-Musik noch eine Symphonie. Ich persönlich fühlte mich irgendwie vom Leben beschissen, da schmeiss ich mir am Morgen extra eine Jazz-CD rein, die nicht der Reihenfolge der Sammlung entspricht – und somit meinem Konzept widerspricht – nur um diesen Jammerarien zu entgehen, die mich in den letzten Tagen beschäftigten und was passiert: da sitze ich in einem klassischen Konzertsaal und höre Jammerarien!!! Aber irgendwie ist es wie mit dem Freejazz: so richtig live geht’s irgendwie, da wird es richtiggehend spannend…
Kaum sind wir da, ist schon fertig. Wie wir dann aber feststellen ist erst Pause und das, was wir eigentlich hören wollen kommt noch! Sehr gut!
Und wir werden mit einer wunderbaren Symphonie beehrt, die der erst 23-jährige Adrian Coriolan Gaspar komponiert hat. Es ist die Österreichpremiere, das Philharmonieorchester Bacau hat das Werk schon in Rumänien aufgeführt. Die Musik ist zudem Filmmusik im Werk der Mutter des Komponisten ‚Dui Roma-Zwei‘. Das Werk (wie der Film) beschäftigen sich mit der Verfolgung, Inhaftierung und Vernichtung der Roma in der Nazizeit. Der junge Komponist vertont die Erzählungen eines KZ-Überlebenden, der auch anwesend ist. So macht Orchestermusik Spass! Zwischendurch läuft es einen kalt den Rücken runter, weil die inneren Bilder die Tragödie zeigen, dann wieder gleitet man friedlich dahin. Es wird mir bewusst, wie alltäglich auf der Reise durch Deutschland und Österreich das Nazithema im Vergleich zum Schweizer Alltag ist und frage mich, ob es nicht auch ein wenig ablenkt von aktuelleren Fragestellungen.
Nach der Rückkehr zeigt sich wieder einmal, dass das Fahrrad dem Auto in der Grossstadt überlegen ist. Von der Taubstummengasse zum Café Concerto am Gürtel oben habe ich weniger lang als Habib mit Kollegin, ich habe nämlich den Keller schon inspiziert und treffe die beiden oben, wie sie gerade reinkommen: die leidige Parkplatzsuche…
Auf den Polyphonen Inseln sollen schon hohe Wetten abgeschlossen worden sein, dass Schlatter unterwegs zum Liebhaber der klassischen Lieder konvertiert. So soll er am 30.09. 2010 zum morgendlichen Arbeiten Angelika Kirchschlager angehört haben, die Lieder von Korngold bis Mahler interpretiert (der Zufall will es so: in Eisenstadt aufgenommen, allerdings im Schloss), 1996. Das Piano wird von Helmut Deutsch kompetent befingert. Schlatter soll gemäss Paparazzis geschmunzelt haben…
Um 11 Uhr treffe ich Alois im Aktionsradius, weil er aber ein Nachtmensch ist, dauert es, weshalb ich zuerst den Augarten besichtige. Nachher führe ich mit dem amtierenden Vizebürgermeister ein ausführliches Interview zur Idee der Augartenstadt und erhalte eine Stellungnahme zu dem Skandal, dass das Bürgertum in dieser Stadt verzweifelt um Anerkennung kämpfen muss. Es bestätigt sich, dass Augartenstadt auch an internationalen Verflechtungen interessiert ist.
Auf dem Rückweg atme ich Kafkas Luft, begebe mich in die vielstiegige Landschaft des Wiener Rathauses auf der Suche nach einem Zuständigen für die Republik Kugelmugel. Aber, um ehrlich zu sein, es sind alle so nett und zuvorkommend, gleich zu Beginn erfahre ich von der netten Dame am Empfang nach einer kurzen Recherche am Computer, dass eine Klage gegen Herrn Bürgermeister Häupl am Laufen ist. Sie fragt mich auch ein wenig aus und will natürlich wissen, warum man auf die Idee kommt, eine Mikronation auszurufen. Als ich von Protest, Fantasie und der Freiheit im nichtrealen Konzept auszusprechen, was im Realen eben nicht geht, rede, muss sie ein wenig schmunzeln. Sie versorgt mich mit der zuständigen Bezirksadresse und dirigiert mich in Richtung Präsidialkanzlei, wo ich – vom freundlichen Wachmann weitergeleitet – beinahe zum Sekretär von Häupl vordringe, der ist aber nicht im Haus, weshalb ich mich morgen telefonisch melden darf. Wollen wir schauen, ob die offizielle Seite gesprächiger ist, als die Kugelmugelseite, oder ob der Kafka recht hatte…
Zurück in der Wohnung die sportphysiologisch richtige Ernährung, schliesslich steige ich heute das dritte Mal für die österreichische Literatennationalmannschaft in die Hosen..
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Mehr über die Symphonie
Bürgermeister Häupl, nebst Kugelmugel auch in die Augartenspitz-Geschichte involviert
Ausschreibung Lesung, da werde ich kurzfristig interlesieren
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WOERDS war auch ein Poetry-Slam für Jugendliche unter 18 Jahren. Der Wettbewerb selber fand in der Aula der Kantonsschule Alpenquai Luzern statt. Einen Tag später trafen sich dann die AutorInnen im Theater La Fourmi. So ging es innert 24 Stunden von der Schul- zur Theaterbühne.
Wir zeigen rein zufällig ausgewählte Produktionen. Da geht es zum Beispiel um Mathematik, über Lügen Lügen oder Herzschrittmacher ...
Weitere Infos zum Festival befinden sind –> hier.
Alles zu WOERDZ im kulturtv –> hier.