Montag, 27. September 2010

Andrea Thüler: SchiffFrauGarn - Beobachtungen auf der Stadt Bern in der Stadt Thun – Teil 22

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Foto ©Andrea Thüler/kulturtv.ch

 

Bundesratswahlwochenrückblickherbsthimmelblaugraunasskalt.

Es gibt haufenweise kluge Sprüche, aber manchmal passt keiner. Heute kunstlos glücklich.

 


Alle Texte und Fotos von Andrea Thüler –> hier
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Schlatter unterwegs LXXXIV: Mein kleines Wunder von Wien

Bruno Schlatter teilt mit (Sonntag, 26.9.2010)

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Nachlieferung 1: Das Lokal Tunnel, alles klar?

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Nachlieferung 2: Das Plakat am Tivoli

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Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, die heldenhaften und siegreichen Österreicher völlig ausgelaugt

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Thomas Schafferer, der das ganze organisiert hat und erst noch guten, schnellen Fussball praktiziert…

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Innsbruck

 

Ausgang ins ‚Anich‘, nehmen wir mal an, eine typische Innsbrucker Knelle mit schönem Gastsaal. Der Wirt hätte zwar gerade ‚Sperrstunde verfrüht‘ gemacht, lässt dann aber zuerst leicht widerwillig offen, taut dann aber auf…. Passt scho. Das Tirloler Bier mundet leider ebenso mässig wie das Zillertaler. Zur Sperrstunde verspricht mir der Wirt, dass es jetzt in Innsbruck erst recht losgehe, was uns dann trotz einheimischen Führern eher nicht so scheinen will. Die einen Lokale haben schon geschlossen, die andern schliessen gerade und die wenigen Übrigbleibenden sind für eine grössere Gruppe zu voll und lärmig.

Also in die zum Hotel Mondschein, eine angenehme Unterkunft, gehörende Bar, da ist mächtig was los, der Barmann spielt lässig die akustische Gitarren, an der Bar einige Mädels in Karaokelaune. Wir werden freundlich bedient –eigentlich wäre ja auch Sperrstunde, aber wenn sie in Laune seien, bleibe länger offen– und ich stelle irgendwann fest, dass der langjährige Propagandaminister der Republik Kugelmugel, Reinhard Prenn, neben mir sitzt, dass ich sogar mit ihm das Zimmer teile und ich ihn ja schon seit zwei Jahren kenne. Sein damaliger Auftrag lautete aber, eben gerade KEINE Propaganda zu machen, weshalb er wohl nicht darüber sprach und unsere bisherigen Themen kreisten meist um Fussball und Literatur. Da wird sich noch was ergeben.

Am Schluss lande ich an der Bar, weil dort Strom für mein Laptop vorhanden ist, und ich den Blog noch abschicken will. Komme mit einer deutschen Jusstudentin ins Gespräch, sie macht hier ihren Doktor und trinke noch einige schwarze Biere in geselliger Runde.

Am Morgen gibt es ausnahmsweise keine CD-Besprechung, weil ich auswärts bin, dafür ein ausgedehntes Frühstucksbuffet, gute Qualität. Nachher werden wir abgeholt für eine Stadtführung unter dem Aspekt von Texten und Geschichten in und zur Stadt. Wir erfahren viel, auch dass gemäss einem hiesigen Experten, der Apfel immer noch das beste Aphrodisiakum sei, weil es letztlich nicht aufs Mittel sondern die Art der Überreichung ankomme. Aber auch, dass die Nationalhelden (Alfred Hofer) hier im Tirol Leute sind, die sich gegen die Einführung der Menschenrechte wehrten, oder völlig heutigen Tierschutzkriterien zuwiderhandelten (Geier-Wally). Wie beschliessen den Rundgang, der bei eisiger Kälte stattfand, im Café Central, offensichtlich ein Name, der hierzulande einen gewissen Prunk verspricht.

Im Zug erfahre ich dann in der lustigen Österreicherrunde von Bergtouren, die an bedenkenswert vielen Gedenktafeln vorbei führen, wo all die hier am Ort abgestürzten Toten verewigt werden und wieso im ‚3. Mann‘ keine Ratten in den Kanalisationsszenen zu sehen sind. Zwar habe Regisseur Carol Reed unbedingt Ratten filmen wollen, aber die seien beim Auftauchen des Filmteams jeweils untergetaucht. Also habe man es mit Laborratten probiert, die hätten aber im Filmlicht immer in Erwartung der sofortigen Fütterung eine sitzende Erdmännchenhaltung eingenommen, was dann auch nicht den nötigen Effekt erzielt hätte, worauf die Ratten gestrichen wurden. Orson Welles sei ebenfalls untergetaucht, weil es ihm zu fest gestunken habe, so sei er höchstens einen Tag in den Kanälen gewesen, die dafür parfümiert worden seien.

Am Westbahnhof erlebe ich meine erstes kleines Wiener Wunder: mein Radl war seit gestern früh unverschlossen am Haupteingang und wurde nicht gestohlen, vielleicht war die gewählte Taktik die Richtige: auf den Präsentierteller damit und tarnen, indem ich einen Knoten ins Schloss gemacht habe, dass es wenigstens verschlossen aussah ...

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Innsbruck

Geier Wally

The Third Man
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Sonntag, 26. September 2010

S16: 7 Minuten im Leben von Stephan Wittmer (Video)

 

Der Anlass: Künstlerische Intervention - im Rahmen der Aktion "Sale Modulable" der Kunstgruppe S16 am 24.9.2010 in Luzern.

 

 


S16 – Das ganze Program vom 16. bis 25. September 2010 –> hier

 


Schlatter unterwegs LXXXIII: Ehrenvolle Niederlage gegen den österreichischen Erzfeind

Bruno Schlatter teilt mit (Samstag, 25.9.2010)

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Fenster 1

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Fenster 2

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Fenster 3

Zu spät und zu müde für eine grosse Tour, also um die Ecke erkunden, wieso der Tunnel Tunnel heisst, ein Lokal, das sich als viel weitläufiger erweist, als ich von aussen erwartet hätte und es dauert, bis ich den Liveanlass im Keller finde, dafür habe ich noch den Galerieteil im ersten Stock gesehen. Es wird gebluest, slow Blues, scheint typisch hier, ein paar Jazzanlässe, viel auf Spendenbasis, hie und das Szenecracks. Mehrheitlich altersangepasstes Publikum in einem tunnelähnliche Raum, immerhin ziemlich voll, der Blues revolutioniert den Blues nicht, wird aber sauber gespielt.

Auf dem Rückweg kurz in Wein & Wasser geschaut (aber nur durch die Fenster) und mich gefragt, ob ich das für Walti recherchieren muss, sieht nett aus, will aber noch in die Bierkanzlei, deren Schild mich mal beim Vorbeifahren angelächelt hat. Stelle dann fest, dass das das Lokal leer ist aber auch dasjenige, das von der Stadt Konzertverbot aufgedrückt bekommen hat, frage nach und stelle fest, dass es überall den einen, griesgrämigen Nachbarn gibt, der die Behörden auf Trab bringt und Verbote erwirkt. Gerne unterschreibe ich die Petition, dass sie hier wenigsten im Rahmen der gesetzlichen Zeiten weiterhin Livemusik zeigen dürfen.

Zuhause noch packen und arbeiten am Jörg Beier-Interview, dem Begründer des Vereins ‚Freie Republik Schwarzenberg‘.

Um 6 auf, ich muss ja mit dem österreichischen ‚Erzfeind‘ nach Innsbruck um in dort in heroischer Schlacht zu bezwingen. Oder will es unser Trainer doch eher ureidgenössisch mit List und Tücke probieren?

Anfeuern lass ich mich von Lajos Padar und seinem Ensemble, ‘Von der Operette bis zum Tschardasch‘. Tschardasch müsste der Csardas sein (aber ich bin da vorsichtig seit der Tschickaffäre), das wäre der immer wilder werdende ungarische Volkstanz. Auf jeden fall gibt’s virtuos gespielte Kompositionen von Brahms bis Liszt ab Geige.

Treffen um 7 Uhr am Westbahnhof. Das Wetter wird immer düsterer und die Hoffnung kleiner, wirklich im Tivoli Stadion spielen zu dürfen.

Nach einem Kaffee die abendliche Lesung planen und Manuskript redigieren.

Hotelbezug in Innsbruck, die Berge sind tief hinunter verschneit, ein ziemlicher Temperatursturz hat nach Zusammenbruch des Föhns stattgefunden. Im Hotelzimmer kein Strom bis man mir erklärt, dass man dazu die Karte neben der Tür einstecken muss, immer mal was Neues.

Am Nachmittag das Spiel im Tivoli. Viel Tamtam um ein 3:2 für die Österreicher, das sie letztendlich verdienen, weil sie laufstärker und kombinationssicherer sind. Die Tore fallen zwar nach individuellen Fehlern unsererseits, aber in der 2. Halbzeit waren wir ganz einfach platt, verletzt und bewegungsunfähig. Und auswärts gehört sich einfach eine ehrenvolle Niederlage. Entschädigt werden wir durch ein fades 0:0 des FC Wacker Innsbruck gegen Neustadt Wien, das wir immerhin in der VIP-Longe mit allem Drum und Dran geniessen: feines Essen und Getränke à discrétion. Anschliessend gibt es noch Lesungen von Autoren beider Nationen, hier kann ich ein 5:5 besiegeln. Dank an Cognac & Biskotten, ein Literaturverein vor Ort, der alles organisiert und die Finanzierung regelt. Stelle irgendwann fest, dass ich Kabel vergessen habe, weshalb es nur Archivbilder gibt….

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Tunnel

Tivoli

Cognac & Biskotten
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Andrea Thüler: SchiffFrauGarn - Beobachtungen auf der Stadt Bern in der Stadt Thun – Teil 21

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Foto ©Andrea Thüler/kulturtv.ch

 

 

SCHIFF AHOI

FISCH FO HAI

HASCH I HOFFI

FIFI SCHO HA

HAFI SCHOFI

I O HAFF CHIS

SCHAFFI HI O

FAFOI HISCH!

ISCH HAFO FI?

FIFA HOISCH

HOI FASCHIF

IOHA FFICHS

 


Alle Texte und Fotos von Andrea Thüler –> hier
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Samstag, 25. September 2010

S16 – Pat Treyer (Foto Impressionen)

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Fotos ©Stephan Wittmer/kulturtv.ch
Klick auf die Aufnahmen zeigen eine vergrösserte Ansicht

24. September 2010 / Abends
Weystrasse 22 - Luzern

 


S16 – Das ganze Program vom 16. bis 25. September 2010 –> hier

 


WOERDZ – Das Barfood Poetry-Festival Luzern: Heute Samstag gibt es wo – was - wann ...

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Foto ©Maya Jörg /barfoodpoetry.ch / kulturtv.ch

Samstag, 25. September 2010:

Wo: Wann: Was:
Bourbaki Kino/Bar/Bistro
Luzern
14:00 – 19:00 Uhr Textbox
Die Textbox ist eine Bühne der besonderen Art: In einer schalldichten Kabine stehen Poetinnen und Poeten hinter Plexiglas vor dem Mikrofon. Das Publikum lauscht den Texten, Kopfhörer an Kopfhörer. So entsteht eine Direktheit und Intensität, die man bei Lesungen selten erlebt. Nach Abu Dhabi, Peking, Basel und San Francisco steht die Textbox nun für zwei Tage in Luzern: Zusammen mit dem Initianten Bas Böttcher performen zahlreiche Autorinnen und Autoren des Festivals. In Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Luzern.
Eintritt frei! Performances alle 20 Minuten
(Link zum Info-Video-Gespräch –> hier)
LOGE, Luzern 18:00 – 19:00 Uhr Buchpräsentation und Talkrunde mit Severin Perrig
Er stellt sein Buch -Stimmen, Slams und Schachtel Bücher - über die Geschichte des Vorlesens vor. Danach diskutieren Severin Perrig, Sandra Leis und Nora Gomringer über die Bedeutung von Spoken Word gestern und heute.
Théâtre La Fourmi
Luzern
20:00 – 21:30 Uhr Eugen Gomringer & Nora Gomringer

Hier bietet sich eine der seltenen Gelegenheiten, Vater und Tochter Gomringer live auf der Bühne zu erleben. Eugen Gomringer, der in diesem Jahr 85 Jahre alt wurde, gilt als Vater der konkreten Poesie, Nora Gomringer ist eine erfolgreiche Vertreterin der Spoken Word-Szene. Vater und Tochter Gomringer lesen miteinander. Sie hören einander zu und reagieren.
Die konkrete Poesie und Eugen Gomringers Sonette treffen auf die Lyrik und Sprechdichtung Nora Gomringers.

Théâtre La Fourmi
Luzern
21:30 – 01:00 Uhr Klassiker-Lesung
Mit Timo Brunke, Michael Stauffer, Michael Lentz.
Die renommierten Autoren und Performer tragen Texte von Schiller, Rilke, Baudelaire und Wagner im Original und als Coverversionen vor. Exklusiv für das Festival geschrieben!
Moderator und DJ: Christian Gasser.
LOGE, Luzern 14:00 – 18:00 Uhr FestivalZentrum
Bücher, Videos, Hörbeispiele und Infos.
LINKS:   Alles Infos:
BarFoodPoetry.ch
LOGE, Luzern
La Fourmi
Bourbaki
Im kulturtv.ch   Klick hier

 


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Andrea Thüler: SchiffFrauGarn - Beobachtungen auf der Stadt Bern in der Stadt Thun – Teil 20

Andrea Thüller auf der Stadt Bern in der Stadt Thun - DSC_0087
Foto ©Andrea Thüler/kulturtv.ch

 

Pensioniert, knapp über 70 und immer noch keine Zeit.
Hurti hurti durch die Ausstellung düsen, sich auf nichts einlassen und dann mit einem herablassenden Urteil und ‚Ufwiderluege’ runter vom Kahn.

Wieso Ufwiderluege? Sie kommen ja sowiso nicht mehr?

Doch vielleicht komme ich nochmals, dann ohne meine Frau, weil die immer so pressiert ist.

Ja aber wenn es Ihnen nicht gefällt, dann wollen Sie trotzdem nochmals kommen?

Ja wissen Sie, da mit dem neumodischen Kunstzeugs kann ich gar nichts anfangen – aber das Schiff! – wohl, das Schiff ist es wert! Ja eben dann Ufwiderluege!

Ja in dem Fall Ufwiderluege...

 


Alle Texte und Fotos von Andrea Thüler –> hier
Alles zur Stadt Bern in der Stadt Thun –> hier 

Schlatter unterwegs LXXXII: A Tschick ist kein Tschick

Bruno Schlatter teilt mit (Freitag, 24.9.2010)

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Eine Fragestellung des Vortrags zu ausserirdischem Leben

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Freilebende Schlange im Zoo

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Vorbereitungen zum Umzug

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Transparent


Zur Pause treffe ich beim Verein08 (um Dominik zu treffen, der auch das freundliche Winken vom Montag organisiert) ein, wo alle Donnerstage sehr spezielle Veranstaltungen stattfinden, sei es Musik, oder eben wie heute ein Wissenschaftlicher Abend. Ich höre noch einen Vortrag (in Englisch, schliesslich waren vorher Belgische Wissenschaftler dran) zum Thema, ob es neben uns Menschen weiteres Leben gibt im All (aber nicht auf Erich von Däniken‘s Ebene sondern aus astrophysischer Sicht werden solche Fragen aufgeworfen und erforscht). Wir erfahren, wie Keppler – nicht der verstorbene Astronom, sondern der Satellit – auf Planetenjagd ist und dass es eine Formel gibt, die die Möglichkeit von 1,13 errechnet dafür, dass es innerhalb der Milchstrasse Leben geben soll (wobei die Frage auftaucht, wie denn die 0,13-Lebensform aussehen würde). Interessant, wenn ich auch schon viel wusste, immerhin habe ich endlich mal in einem wissenschaftlichen Vortrag eine Bestätigung gefunden für meine Theorie, die ich in einem uralten Text ‚AllÔhnSinn‘ darstellte, dass das gesamte Universum auch nur eine Art winziges Terrarium – ein wissenschaftlicher Versuch – in einer riesigen Welt von ausserirdischen, viel gewaltigeren Wesen sein könnte. Auf jeden Fall gibt es Leben in Wien und ich treffe schon wieder Leute, die mir letzte Woche in anderem Zusammenhang vorgestellt worden waren, und der ewige Habib hätte spielen sollen, war aber krank….

Stehe heute vor dem 3. Josefstädter Bohrorchester auf und höre mich in die knarrenden Welten des Robert Koch mit seinem ‚Looping Jaw Harp Orchestra‘, Elephant Road‘, 2009. Koch hat mir sein Projekt als virtuelles Orchester beschrieben, er spielt die Tracks selber ein, einzig die Bläser werden von Freunden eingespielt. Robert köchelt ein nettes Süpperl, es wird gemaultrommelt, stilgedrummt, geratscht und geschnetzelt, mal Tango, mal mehr Jazz, dann Folkloreeinflüsse, dann humpelt der Sound dahin, während im Hintergrund New Orleans Bläser rumzuschleichen scheinen. Gefällt mir tausend mal besser als das 3. Josefstädter Bohrorchester, das um 9 Uhr wieder übt, wahrscheinlich ist das eine Regel hier, dass die Bauarbeiter erst um 9 lärmen.

Mach dann den Slalom nach Schönbrunn, fast jede Kreuzung wechselt der Radweg die Wienzeilenseite, und treffe mich um 10 mit Marlis. Wie ich die Touristerei sehe, will ich nicht recht rein, wir gehen dann trotzdem durch den Park der gewaltigen Schlossanlage zum Zoo. Dort schauen wir uns um, trinken Kaffee in der Sonne, stellen fest, dass sie die Lehre im Betrieb gemacht hat, wo mein Vater gleichzeitig gearbeitet hat und begegnen einer freilebenden Schlange (Absicht, geflohen oder aus dem Wiener Wald heruntergekommen?).

Zurück zum essen, verarbeiten, chatten.

Auf 16 Uhr an die Demo ‚Auf zum pombösen Empörungsmarsch‘, um gegen die Bauwut zu demonstrieren, indem wir ein Plätzchen für die Wiener Sängerknaben fordern, aber NICHT im Augarten. Um die Erhaltung, respektive Wiederherstellung des Augartenspitz als öffentlichen Garten wird seit langem gekämpft: auf der einen Seite mit hohen Wänden, Stacheldraht und Security und auf der anderen Seite mit viel Fantasie. Ein bunter Umzug bewegt sich durch die Stadt, angeführt vom Wagen mit klassischem Konzertchen drauf, dann der Ehrendame mit langem Transparent-Rock und einer Schar Sympathisanten, die nach dem Verteilen von Trillerpfeifen zur symbolisch zwitschernden Vogelschar eines Gartens werden. Man zieht, streng bewacht vom Polizeikonvoi, rund um die Stadt zu den Verantwortlichen und hinterlässt abwaschbare Protestspuren aus Strassenkreide. Unterwegs gibt es Verpflegung durch die Marketenderinnen und Reden. Durch und durch ein gelungener Auftritt, der sehr viel Aufmerksamkeit findet.

Peinliche Korrektur: Habe am Rande erfahren, dass ich gestern einen Riesenblödsinn schrieb: ein ‚Tschick‘ ist eine Zigarette, also hatte der Her Oval einen Kaugummi… sorry, da war ich mir aus den Zusammenhängen heraus zu Unrecht zu sicher…. Wobei ein Tschick bei uns, also in der Schweiz, in gewissen Regionen und Altersgruppen durchaus ein Kaugummi sein kann…

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Nachlieferung Link von Restaurant Entler (sehr empfehlenswert im mittleren Preissegment, in der oberen Leistung)

Schönbrunn

Demo
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WOERDZ – Das Barfood Poetry-Festival Luzern: Bas Böttcher und die Textbox – Nur noch heute in Luzern! (Video)

 

Wer ist Bas Böttcher und wie/wo/wann/warum die Textbox wollte ich wissen. Schliesslich steht die Textbox noch bis zum Samstag, 25. September 2010 im Luzerner Bourbaki-Panorama-Gebäude und diese macht Lust auf mehr.
Das ganze natürlich im Rahmen des Barfood Poetry-Festival WOERDZ.

 


Weitere Infos zum Festival befinden sind –> hier.
Alles zu WOERDZ im kulturtv –> hier.


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