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Donnerstag, 1. Oktober 2009

Marco Eberle stellt im Bau 4 in Altbueron aus (Video)

Marco Eberle in Altbueron 2009
Hier geht's zum Video (neues Fenster, normale Qualität)
Das Video in YouTubes "HD-Qualität" ansehen --> hier.

Marco Eberle, ein Künstler, der mir mit seinen SchwimmObjekten aus Blei 2008 einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Gross war die Spannung auf seine aktuelle Ausstellung im Bau 4 in Altbüron.

Bereits beim Eintritt in den Kunstraum werden die BesucherInnen wach. Eine “ziemlich lange” Installation, die speziell für diesen Ort entstanden ist, springt einem entgegen. Der grosse Schlaf nennt der Künstler diese Arbeit. Intuitiv versucht man sich selbst in diese Möglichkeit zu versetzen. Doch ist der grosse Schlaf ein Ausruhen oder der Tod? Eberle gibt keine Antwort, zeigt nur gebrauchtes Bettzeugs und überlässt alles weitere der Fantasie, vielleicht auch der Angst vor dem “sich Hinlegen”.

Ein zweites Objekt mit dem Titel “Sprachraum” aus dem Jahre 2005/2006 fordert den Besucher zum Eintreten auf. Dieser bringt seine organischen KörperFormen in einen kleinen Raum ein, die Verpackung dazu liefert der Künstler. Doch fühlen wir uns wohl in den Umhüllungen aus Styropor? Wohl eher nicht. Die Umfassung passt nicht zu uns, die Umgebung wird fremd und lässt uns alleine.

83 Schmutzbilder empfangen uns im oberen Stock. Die Arbeit erstellte er bei seinem Aufenthalt in Berlin. Während alles von  d e r  Stadt schlechthin, Berlin, spricht, sammelt Eberle Schmutz mit Hilfe von Fliessblättern, die anschliessend fixiert wurden. So ist eine neue Art der Momentaufnahme entstanden. Schmutz, der normalerweise unter unseren FussSohlen unbeachtet bleibt, weckt plötzlich das Interesse, wird bewusst und passt auch hier irgendwie nicht zu unserem WeltenGang. So hängen sie eben an der Wand, als Kunstobjekte.

Die Ausstellung dauert bis zum 31. Oktober 2009 - weitere Infos --> hier
Marco Eberle im kulturtv.ch --> hier

Mittwoch, 24. September 2008

Marco Eberle - Schwimmkörper (FotoVideo)

Marco Eberle

Am 13. Juni habe ich einen Podcast (hier) mit Marco Eberle veröffentlicht und dabei im Text die Bemerkung hinterlassen: "...Fotos zeigen, wäre die Vorstellungskraft gedämpft, wenn nicht sogar zerstört..."

Wie das Leben so mit einem spielt, ich habs vergessen. Zwar habe ich Marco unterdessen wieder getroffen und es steht auch ein AtelierBesuch auf meiner Pendenzenliste, doch die Fotos habe ich immer nur im Kopf mit mir herum getragen. Jetzt sind sie aber in einem kleinen Video diesem entsprungen und stehen zur Einsicht online.

Alle gezeigten Werke sind aus Blei, mit Luft gefüllt. Dabei wurden normale Fahrradventile verwendet.

Link zum Video bei YouTube --> hier.


Samstag, 26. September 2009

Freitag, 13. Juni 2008

Begegnung mit Marco Eberle in Thun - OFF08 (Podcast


Thun, 11. Juni 2008, OFF08 Kunstraum von Wilfried von Gunten.

Vom 12. Juni bis 12. Juli 2008 stellt der Liechtensteiner Künstler, mit Wohnsitz im Kanton Aargau, Marco Eberle seine neusten Arbeiten aus.

Wer am Kunstraum vorbei geht, wird kurz innehalten und sich wohl sagen: Ahha, ein neuer Laden für Schwimmartikel. Oder doch nicht? Die angebotenen Produkte haben eine abweichende Farbe gegenüber den üblichen Handelsprodukten im Bereich Schwimmhilfen und Kleinbooten. Bei genauerem Hinsehen wird der Betrachter zwar Aufgepumptes sehen, doch das verwendete Ventil irritiert. Hier kann doch was nicht stimmen. Richtig. Wir stehen ja auch vor einem Kunstraum und nicht einem neuen Sportgeschäft.

Und genau so ist es mir in den ersten Sekunden ergangen. Alles ist da, doch nichts stimmt. Leises, vielleicht sogar verschämtes, Lachen ist angesagt. Erst die Beschriftung am Fenster ergibt Aufklärung: "Schwimmkörper 2008", Blei, Fahrradventil, Luft (1:1).

Ein Kunstjournalist darf den nachfolgenden Satz wohl nicht schreiben. Da ich dies aber nicht bin, muss ich es sogar: Ich bin begeistert. Hätte ich die nötige Portokasse, sie wäre jetzt leer. Vorstellungen tauchen in meiner Gedankenwelt auf und drängen mir den Rettungsring, mit Halterung, auf, oder die Schwimmflügeli, das Ruderboot. Ich sehe einen Ring in meinem Studio an der Wand. Da hängt er, täuschend ähnlich dem Original und doch so verletztlich, vorgetäuschte Leichtigkeit und doch um einiges schwerer.

Würde ich nun in diesem Beitrag bereits Fotos zeigen, wäre die Vorstellungskraft gedämpft, wenn nicht sogar zerstört. Aus diesem Grund zuerst einmal ein kurzes Gespräch mit Marco Eberle. Die Fotos werden folgen.



Gespräch auf die Festplatte oder den Player laden --> hier.
Dateiformat: MP3
Dateigrösse: 8,51 MB
Sprache: so was wie Lichtensteinerisch mit Einflüssen

Weitere Bericht aus dem Kunststraum OFF in Thun --> hier