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“Ich gehe nicht mehr aus. Ich bleibe lieber zu Hause und arbeite”.
Die sagt der 100jährige Luzerner Künstler Hans Erni und arbeitet weiter. Geduldig signiert er Bücher, Plakate und Flyer.
Ich konnte mich diesen Händen nicht entziehen, diese gestaltenden Werkzeuge eines Mannes, der auf ein reichhaltiges Leben zurück blicken kann und dabei die Zukunft nicht vergisst.
Heute wurde bekannt, dass die am 4. Oktober 2009 beendete Ausstellung im Kunstmuseum Luzern 27’000 BeSucher hatte. Viele suchten sich selber in der Ausstellung, hat der Künstler doch einige Plakate gemacht, die einen hohen Erinnerungswert haben, auch nach Jahrzehnten.
Viele BeSucherInnen hatten aber seine “Rösslizeichnungen” im Kopf und waren überrascht, dass er einiges mehr geschaffen hat. Man war fast froh, wenn “endlich” das Erwartete auftauchte. Doch gleich vis-a-vis platzierte Peter Fischer (Kurator der Ausstellung und Direktor des Museums) das Gegenteil. Offene BeSucherInnen hatten nur die Möglichkeit, ihren Blick auf “die Zeit” zu richten. Vorurteile mussten abgelegt werden. Das BuchWissen zur KunstGeschichte für einen Moment aussen vor gelassen. Wer dies nicht konnte, hat den Künstler und seine Jahrzehnte nicht erfasst, oder wollte auch gar nicht.
Es gab viele kritische Stimmen zur Person und dem Werk Erni’s. Doch warum eigentlich? Kritik ist gut, wenn sie einem weiter bringt. Soll sie aber behindern, muss sie übergangen werden. Und dies hat nichts mit Arroganz zu tun, sondern mit Hochachtung und Respekt, gegenseitig.
Ich bin überzeugt, dass die Mehrheit der BeSucherInnen einfach Freude an den Arbeiten, an der Präsentation, am Künstler hatten. Und so soll/darf es auch sein, liebe Kunstkritiker und achSoHochGehypte KünstlerInnen.
Für mich waren die Begegnungen mit Hans Erni und seiner Frau Doris das öffnen eines Fensters. Ich hoffe, es bleibt noch lange offen.
“Ich gehe nicht mehr aus. Ich bleibe lieber zu Hause und arbeite”.
Eine BeitragsAuswahl zu Hans Erni im kulturtv gibt es hier
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Mit diesem Teil schliesse ich die "Übertragung" des Gesprächs mit dem 100jährigen Luzerner Künstler Hans Erni und dem Direktor des Kunstmuseum Luzern, Peter Fischer, ab.
Das Video endet mit einem Satz, der uns alle berühren muss/sollte/wird:
"Wesentlich ist, dass die Aufgaben, die der Mensch erfüllen muss, dass diese menschenwürdig sein müssen".
Alles zu Hans Erni im kulturtv –> hier (auch die weiteren Gesprächsteile)
Die Ausstellung im Kunstmuseum Luzern kann noch bis zum 4. Oktober 2009 besucht werden – Infos –> hier
Weitere Infos auf der Seite des Kunstmuseum –> hier
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Teil 5 des Gesprächs zwischen dem 100jährigen Künstler Hans Erni und dem Direktor des Kunstmuseums Luzern vom 8.9.2009
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Teil 4 des Gesprächs zwischen dem 100jährigen Künstler Hans Erni und dem Direktor des Kunstmuseums Luzern vom 8.9.2009
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Teil 3 des Gesprächs zwischen dem 100jährigen Künstler Hans Erni und dem Direktor des Kunstmuseums Luzern vom 8.9.2009
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Teil 2 des Gesprächs zwischen dem 100jährigen Künstler Hans Erni und dem Direktor des Kunstmuseums Luzern vom 8.9.2009
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Der Luzerner Künstler Hans Erni wurde in diesem Jahr 100jährig. Aus diesem Grund zeigt das Kunstmuseum Luzern eine grosse Retrospektive. Peter Fischer, Direktor des Museum, führte ein Gespräch mit dem wachen Künstler.
Wir zeigen die Aufzeichnung in mehreren Video-Teilen. Ursprünglich waren nur ein paar Ausschnitte geplant und das ganze Gespräch als Podcast (Audio). Bei Durchsicht der Aufnahme wurde aber klar, dass wir Erni nicht gerecht werden, wenn wir nur den Ton veröffentlichen. Für uns spricht der Künstler mit “Leib und Seele”. Aus diesem Grund muss eine ganzheitliche Präsentation erfolgen.
Alles zu Hans Erni im kulturtv –> hier.
Dienstags ist oft Gesprächs- oder Führungsabend im Kunstmuseum Luzern. Heute lud Peter Fischer, Direktor des Museums, zum Gespräch mit dem Luzerner Künstler Hans Erni ein.
Luzerner Künstler? Während des Gesprächs war zu spüren, dass Erni ein Weltbürger ist, ein Mensch, der nicht nur über die Landesgrenzen, sondern auch über die eigenen hinaus schaut und dies ebenfalls von den ZuhörerInnen fordert. Er zeigt nicht Möglichkeiten auf, sondern lässt einen Blick auf seinen Lebensgang zu und kann somit bewegen.
Wir haben das ganze Gespräch aufgezeichnet, über eine Stunde, mit Fragenbeantwortung. Die Veröffentlichung per Video erfolgt Zug um Zug, der ganze Anlass kommt als Podcasts auf ihre Festplatte oder MP3-Player.
Aber eines muss ich zugeben. Obwohl Erni eine einfache Sprache pflegt, öffnet er auch das Zwischen-den-Zeilen-Lesen. Dies ist für das Schneiden des Abends gar nicht so einfach. Also, Erni ist über 100 Jahre alt, da werden wir Jungen (und älteren) doch noch etwas Geduld aufbringen, oder so …
Denn auch hier kann Hans Erni Vorbild sein. Im Anschluss an das Gespräch signierte er Bücher, Kalender, Postkarten und Plakate. Mit einer Seelenruhe und Freude, immer mit einer Zeichnung, unterstützt von seiner Frau. Sogar telefonische Anfragen berücksichtige er. Was solls. Der Mann arbeitet eben und lehnt sich nicht zurück und sagt wie manch Junger/Älterer – So, ich mag nicht mehr. Nein, ganz im Gegenteil, alle Besucher, die einen Wunsch hatten, gingen zufrieden nach Hause.
Ich sprach im Anschluss, auf dem Weg zum Parkhaus, noch mit einer Frau, die eigentlich nur sagen wollte: “Ich bin tief beeindruckt von diesem Mann” und das gleich mehrmals. Recht hat sie!
Alles zum Kunstmuseum Luzern im kulturtv –> hier
Am 23. Mai 2009 konnte der Direktor des Kunstmuseum Luzern, Peter Fischer, die Hans Erni-Retrospektive zu seinem 100. Geburtstag feierlich eröffnen.
Gleich zu Beginn der Ansprache geht Fischer auf die “Hausverhältnisse” ein. Warum ist das Kunstmuseum “unter dem Dach” des KKL und was liegt darunter? Eine kleine historische Aufarbeitung.
Bei den Ausführungen zu Hans Erni macht Fischer den zahlreich erschienen BesucherInnen klar, dass der Künstler nicht nur ein Plakatmacher ist, wie er oft in der Oeffentlichkeit wahrgenommen wird.
An der Ausstellung wird eine breite Palette seines Schaffens gezeigt. Wer offen durch die Ausstellung geht, macht einen Gang durch Jahrzehnte und wird seiner eigenen, ganz persönlichen Zeit begegnen.
Die Ausstellung im Kunstmuseum Luzern ist noch bis zum 4. Oktober 2009 geöffnet.
Die Ansprache auf den eigenen MP3-Player oder die Festplatte laden –> hier.
Alles zum Kunstmuseum Luzern im kulturtv –> hier.
Kofi Annan mit Hans Erni und Stadtpräsident Urs W. Studer in der Ausstellung im Kunstmuseum Luzern. (Bild: PD)
Das Kunstmuseum Luzern und das Hans Erni-Museum im Verkehrshaus hat hohen Besuch erhalten. Der ehemalige Uno Generalsekretär Kofi Annan besuchte die Ausstellung zu Ehren Erni’s 100jährigem Geburtstag.
Kofi Annan zeigte sich anlässlich einer Führung im Kunstmuseum Luzern beeindruckt von der künstlerischen Kraft und den gesellschaftspolitischen Visionen des berühmten Luzerner Künstlers.
Die Retrospektive zum 100. Geburtstag Hans Erni’s ist noch bis zum 4. Oktober 2009 geöffnet. Alles Infos und Daten zu den Führungen im Kunstmuseum Luzern befinden sich hier.
Willkommen im Kunstmuseum Luzern – gratis
Information ist alles
Ferienstimmung unter dem KKL-Dach
Diese Karte muss es sein
Macht 6 Franken 50, bitte
Interessant dieser Hans Erni
Fernsehen kann ich auch zu Hause
Hey Mann, dä hets voll druf, wänt weisch, was i mein
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Kunst macht müde
Wo geht’s weiter?
“Schau mal da”
Warum kommt dieser Lift eigentlich nicht?
Die Zauberkiste der Kunstvermittlung
Bitte lächeln, es ist für’s Kunstmuseum Luzern
Meine Damen und Herren, das wäre das ganze Landibild von Hans Erni, aber der Winter fehlt hier im Museum (Anmerk. Wenigstens ist im Museum der Sommer zu finden)
Wer macht mit?
Papi, da isch äs doch, mä muend nüme sueche.
Wir sind dann mal kurz weg
Fisch!!!!!!
So jetzt aber! Irgendwie muss das doch passen.
Die ersten verlassen den TatKunstort
Runter geht’s immer, auch wenn Frau hoch will
Mit dieser Bildergeschichte schliesse ich den heutigen “Open House”-Tag im Kunstmuseum ab. Doch die unzähligen Bilder und die dazu gehörenden Geschichten, die ich noch im Kopf habe, werden mir diesen Tag immer wieder in Erinnerung rufen.
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“Sehr geehrte Damen und Herren. Das “stille” Museum ist alles andere, was wir Museumsleute uns wünschen”. So eröffnete Christoph Lichtin am 3. Juli 2009 seine Ansprache zur Ausstellung “Silence” im Kunstmuseum Luzern. Da dachte er wohl noch nicht, dass sein Wunsch von irgend einer “Macht” gehört würde und in knapp 5 Minuten in Erfüllung gehen sollte.
Die Aufzeichnung wurde dadurch auch zu einem echten Dokument, zu einem fliessenden Momentbild, worauf jeder Dokumentator lange warten muss. Ich hatte Glück, musste ich doch nur 5 Monate im Kunstmuseum Luzern aufmerksam sein. Die Frage was wohl als nächstes kommt sei nebenbei gestattet.
>> Sonntag, 12. Juli 2009
Das Kunstmuseum Luzern lädt die Bevölkerung zum “Open House” ein (Infos)
>> bis 22. November 2009
Silence – Ausgewählte Werke aus der Sammlung
>> bis 4. Oktober 2009
Hans Erni – Retrospektive zum 100. Geburtstag
Vorschau:
>> 15. September 2009 – 20:00 Uhr (beim Reusswehr)
”Nadelwehr und Tonfischen für Kakteen”
Performance von Christoph Rütimann beim Reusswehr, auf der Spreuerbrücke und im Naturmuseum
>> 11. August 2009 – 18:30 Uhr
”Nox Borealis”
Kaija Saariaho & Jean-Baptiste Barrière
Eine musikalisch-visuelle Installation. Organisiert in Zusammenarbeit mit Lucerne Festival.
“Das Publikum konnte Dampf ablassen”
Nina Steinemann lud heute wieder einmal ins Kunstmuseum Luzern zu einem Abend mit Gästen ein. Diese Gelegenheit benutzte ich natürlich sofort, ein Interview mit der Kapelle Markus Föhn zu führen ***:
Ich: Meine Herren, wer von euch ist eigentlich Markus und wer ist Föhn?
(längeres Schweigen)
Ich: Sie können sich wohl nicht entscheiden.
(noch längeres Schweigen)
Ich: Das heutige Konzert sollte ja ursprünglich im Hallenstadion Zürich stattfinden, die Veranstalter hatten jedoch Platzsorgen. Somit musste kurzfristig eine Lösung gefunden werden und das Kunstmuseum Luzern hat sich grosszügigerweise zur Verfügung gestellt. Ihr konntet also im Weltbekannten, neuen Kulturraum für ferienhafte Präsentationen auftreten. Habt ihr euch wohl gefühlt?
Markus Föhn: Ja sicher. Die Klimaanlage hat optimal funktioniert, die Stühle waren stufenlos verstellbar und das Publikum bekam auf ihren Stehplätzen die ausserordentliche Gelegenheit, Dampf abzulassen.
Ich: Wenn man euch so anschaut (das Gehörte muss noch verdaut werden), gehört ihr zu den “Jungen Wilden” der Volksmusik?
Markus Föhn: Wir hören solche schubladisierenden Gedanken nicht gerne. Natürlich sind wir jung, sind wild. Aber umgekehrt wäre es uns lieber. (Zusatzbemerkung - “Es wäre uns aber recht, wenn sie das nicht schreiben” – Zensur? – Augen zu und durch).
Ich: Was ist das Spannende an der Volksmusik?
Markus Föhn: Das Publikum
Markus Föhn II: Fragen Sie doch das Publikum!
Ich: Die Lieder des heutigen Abend waren teilweise Millionsellers. Was macht ihr mit soviel Geld?
Markus Föhn II: Gute Frage, weil wir sie uns auch immer wieder stellen müssen.
Markus Föhn: (zu Markus Föhn II) Ich dachte schon immer, du hättest ein Geheimniss. Jetzt ist mir klar, warum du immer im Keller verschwindest. Wohl in jungen Jahr zu viel Donalds gelesen (strenger Blick).
Markus Föhn II: Müssen wir das jetzt wieder über die Presse austragen.
Ich: Was tragt ihr?
Markus Föhn + Markus Föhn II: Genau!
Ich: Ihr habt heute in einem Saal gespielt, das mit einer Arbeit von Hans Erni ausgefüllt ist. (M.F. unterbricht)
Markus Föhn: Genau!
Ich: Was sagt ihr zu H…. (M.F.II unterbricht)
Markus Föhn II: Genau!
Ich: Letzte Frage. Was macht ihr für eure Fittness?
Markus Föhn: Möglichst nie Interviews geben.
Ich: Danke für die geschenkte Zeit
Markus Föhn II: Bitte!
Markus Föhn: (zu Markus Föhn II) Von was spricht der eigentlich?
Während dem Konzert durfte auch mitgesunden werden. Die Stillhaltevereinbarung, die normalerweise in Museen gültig ist, wurde kurzfristig aufgehoben. Damit wirklich jeder und jede BesucherIn aus vollen Röhren einen Beitrag leisten konnte, wurden Gesangsbüchlein verteilt.
Allerdings musste das Konzert frühzeitig abgebrochen werden, angeblich wegen technischen Mängeln.
Diese konnten von mir nicht ausgemacht werden, ausser, dass ich feststellen musste, dass die angestimmten Lieder oft vom Publikum nicht gefunden wurden und dies entsprechendes Rascheln verursachte. Raschelnde Volksmusik, dass geht nun wirklich nicht.
Ansonsten machte das Konzert gute Laune. “Mission Impossible” erfüllt.
Copyright: Roger Levy, der rasende Reporter ohne Ausweis und Legitimation
*** fiktiv und absolut gelogen – oder doch nicht? Fragen Sie doch das Publikum.
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Für Kinder ist der Moment der Preisvergabe immer das Grösste und das weiss auch Brigit Kämpfen-Klapproth, die Kunstvermittlerin für Schulen und Lehrpersonen des Kunstmuseum Luzern. Doch etwas Geduld, bevor der grosse Moment kommt, braucht es schon. Die Frage ist natürlich auch, ob von jeder der 88 teilnehmenden Zentralschweizer Schulklassen jemand anwesend ist. Schliesslich sollen die Preise ja unters "Volk". Und für die leer ausgehenden ist auch gesorgt. So sind am Schluss alle zufrieden, der Herr Direktor Peter Fischer, der Künstler Hans Erni und Frau Brigit Kämpfen-Klapproth als weitere Vertreterin des Museums.
Die Preisträger
in der 1. Alterskategorie (Primarschule 1.- 4. Klasse)
1. Preis Primarschule 4./5.Klasse, Schule Kleinwangen Lieli
2. Preis Klasse 3u, Schulhaus Ruopigen Reussbühl
3. Preis Klasse 1e, Schulhaus Junkerwald Hochdorf
in der 2. Alterskategorie (5.- 8. Klasse)
1. Preis Klasse ISS 2/2, Steinacherschule Hergiswil
2. Preis Klasse D2a, Schulhaus OZ Utenberg Luzern
und Primarschule 5./6.Klasse, Schulhaus Tellenmatt 2, Stans
3. Preis Klasse L2a, Kantonsschule Seetal, Baldegg
in der 3. Alterskategorie (9. – 11. Klasse)
1. Preis Klasse 3a, Kantonsschule Reussbühl
2. Preis Fachmittelschule Luzern, Klasse F2d
3. Preis 1. Gymnasium Klasse A, Theresianum Ingenbohl Brunnen
Die Jury-Besetzung
Hans Erni , Künstler und Plakatgestalter
Brigit Kämpfen-Klapproth, Kunstvermittlerin des Kunstmuseums Luzern und Leiterin des Projekts
David Roth, Student, Grossstadtrat (Juso Luzern)
Erich Brechbühl, Grafiker (Mixer, Luzern)
Bruno Niederberger, Filialleiter APG Zentralschweiz
Protokollführer ohne Stimmrecht: Peter Fischer, Direktor Kunstmuseum Luzern
Die Preise
Der Preis, den alle erhalten: Ein Platz an der Öffentlichkeit und eine Führung durch die Hans Erni-Ausstellung im Kunstmuseum Luzern
Preise für die drei ausgezeichneten Klassen in je drei Altersstufen:
- 3 Klassenausflüge zu den „Wasserwelten“ Göschenen, inkl. Anfahrt, Picknick und Kraftwerkbesichtigung (gestiftet von den CKW Centralschweizerische Kraftwerke AG)
- 3 Klasseneintritte in den neuesten 3-D-Imax-Film „Wild Ocean“ (gestiftet vom Verkehrshaus der Schweiz)
- 3 Klassenfahrten mit dem neuen Katamaran der SGV auf der Strecke Luzern – Küssnacht (gestiftet von der SGV Schifffahrtgesellschaft Vierwaldstättersee)
Die Ausstellung
Die eingereichten 88 Plakate sind vom noch bis 25. Juni auf dem Europaplatz (vor dem KKL) öffentlich auf- und ausgestellt.
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Am 19. Juni 2009 wurden im Namen des Kunstmuseum Luzern die Preise für den ausgeschrieben Plakat-Wettbewerb bekannt gegeben. Mitglied der Jury war auch der 1909 geborene Luzerner Künstler Hans Erni. Er freute sich besonders und suchte auch den Kontakt zu den anwesenden "Buebe und Meitschi". In seiner kurzen Ansprache übermittelte der seine Freude über die Aktivitäten zum Thema Wasser.
Die Plakate in einem Dia-Video –> hier.
Ein Bild-Stimmungsbericht des Abends –> hier.
Seit einer Woche können vor dem KKL, auf dem Europaplatz in Luzern, 88 Plakate zum Thema Wasser beachtet und beurteilt werden. Das Ganze ist ein Wettbewerb für Zentralschweizer Schulen, initiiert von Kunstmuseum Luzern.
(Klick auf die Bilder zeigt eine vergrösserte Ansicht)
Zur gleichen Zeit ist im Museum eine Retrospektive zum 100. Geburtstag von Hans Erni zu sehen. Der Künstler ist nicht nur Maler und Gestalter, er hat auch viele Plakate geschaffen, die sich teilweise tief in die BetrachterInnen eingegraben haben, über Jahrzehnte.
Heute wurden nun die Gewinner des Schul-Plakat-Wettbewerb an einer kleinen Feier bekannt gegeben. Bei strömendem Regen, unter dem Schutz des mächtig vorragenden KKL-Daches. So weit – so gut. Hans Erni hatte das Bedürfnis, sich den Kindern und Jugendlichen zu zeigen und sprach zu ihnen, ehrlich und direkt. Zu sehen war ein Mann, der noch Freude zeigen, der diese auch in Worte fassen konnte und der “Jung wie Alt” berührte.
Da war er wieder, der “Opa”, der zu den Kindern sprach (meine eigene Kindheitserinnerung). Da waren sie wieder, die Kinder, die noch staunen konnten. Die hochschauten, die mit den Augen lachten.
Irgendwann beim Filmen wusste ich nicht mehr, was wichtiger ist. Der Altmeister oder die Zukunft, die Kinder. Irgendwann verwischte dann doch die Grenze und es gab sie nicht mehr, die Kästchen. Du gehörst hier hin, du da und du dort. Erni sprach und vieles, was er mit wenigen Worten sagte, war neutral. War einfach Freude.
Nach den Ansprachen und Preisverteilungen, die Hans Erni aufmerksam verfolgte, sass er dann plötzlich im “Rampenlicht”. 2, 3 Kinder bedanken sich bei Erni für den Preis. Frau Erni zückte aus ihrer Handtasche eine “Karte mit Signatur”. Diese wurde natürlich von anderen Kinder sofort beachtet.
Eine Mutter (oder Lehrerin?) stellte drei ihrer Schützlinge (PreisträgerInnen?) links, bzw. rechts von Hans Erni hin und machte Fotos fürs Erinnerungsalbum.
Zwei weitere Zukunftsträger getrauten sich mit einer Karte zum Künstler und baten um ein Autogramm.
Und plötzlich war das Eis gebrochen. Alle drängten hin zum “Opa”. Kleinste Papierschnitzel wurden plötzlich zur grossen Möglichkeit. “Ich hab eins” ruft ein ca. 11jähriger Knabe zu seinen Kollegen. “Zeig mal” ertönte es dem Besitzer entgegen, doch der konnte seine neuste Errungenschaft gar nicht präsentieren, weil alle schon Richtung Erni unterwegs waren.
Ich musste mir wirklich sagen, da sitzt niemand von “Tokio Hotel”, da sitzt ein 100jähriger Mann, mit klaren Augen und grosser Aufmerksamkeit und Respekt gegenüber den Kindern und Jugendlichen. Und ich bin überzeugt, dass dieses Erlebnis den Anwesenden für immer in Erinnerung bleiben wird. Sie begegneten einem “Fremden”, der innert kürzester Zeit ihr Freund wurde. Und er war da, geduldig, sprach mit ihnen und benahm sich nicht wie ein Popstar, nach 5 Minuten ist Schluss und Tschüss. Jeder sollte die Gelegenheit bekommen und das zeichnet diesen Mann eben aus.
Die Plakatausstellung ist noch bis zum 25. Juni zu sehen. Die Retrospektive zum 100. Geburtstag von Hans Erni im Museum bis zum 4. Oktober 2009.
Der Popstar verschwindet in der Menge.
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PS: War es nur Zufall, dass ich keine Kunstkritiker oder sonstige Angehörige des Luzerner KunstKuchens gesehen habe?