Montag, 6. September 2010

S16 – Zurück in die Zukunft – 10 (Original-Polaroid – Aufnahmen)

S16 Polaroid by Daniel_0010



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Mein neues Polaroid - Projekt: The Left and the Right Side

Zur Zeit habe ich meine digital funktionierenden Fotoapparate in "Pension" geschickt. Meine alte Liebe zu Polaroid ist wieder vollunfaenglich erwacht.
Die neuste Arbeit hat den Titel "The Left and the Right Side" bekommen. Dabei geht es mir um Objekte, die bewusst von mir in zwei Teile getrennt werden, obwohl sie auch komfortabel auf einer Aufnahme Platz haetten. Ich will damit Gegensaetze betonen, die sonst unbeachtet im Einklang stehen. Interessant dabei ist, dass das Sehen so in eine neue Qualitaet ueberfuehrt wird, nicht selten mit einer erstaunlichen Korrektur des Bewusstseins.

Andrea Thüler: SchiffFrauGarn - Beobachtungen auf der Stadt Bern in der Stadt Thun – Teil 9

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Foto ©Andrea Thüler/kulturtv.ch

Da fährt ein hübscher junger Mann per Velo dem Quai entlang, telefoniert ein bisschen dazu und fliegt der ganzen Länge nach auf die Schnauze, geschürfte Knie und Hände und Rippen und das Handy fliiiiegt in hohem Bogen plumps in die Aare – und ich habe es genau gesehen: das Handy schwamm! aufs Mäuerchen und blieb brav liegen, grad gäbig um dort wieder abgeholt zu werden!!!

Der Junge wurde verarztet und ging dankbar von dannen, mit der sorgenvollen Frage ‚weshalb um Himmels Willen bin ich geflogen?’

Ganz einfach. Velo fahren und telefonieren lässt sich schlecht vereinbaren, drum die Moral von der Geschicht, fahre Velo und telefoniere nicht.

Während meine Frage eher lautet, weshalb ist das Handy aufs Mäuerchen geschwommen?

 


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Schlatter unterwegs LXIV: Kein Stagediven sondern Stadtdriven bis ans Ende

Bruno Schlatter teilt mit (Sonntag, 5.9.2010)

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Cherry Sunkist

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Wiener Beschwerdechor (in Tat und Wahrheit 10 mal mehr SängerInnen)

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Monotekktoni

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Filmschnitt

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Wien Zentrum

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Fiaker

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Heimweh gestillt

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Der sang gut, nämlich Oper

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Irgendwann am Ende?

     
Am Samstagabend ins WUK, wo Radio Orange den 12-jährigen Geburtstag abfeiert. Das muss ein KanalK-Freiwilliger unbedingt gebührend mitgeniessen. Diesmal stimmt das Timing: eine halbe Stunde nach Falterbeginnzeit abgefahren, die letzten schrägen Töne der Computer-Kamera-Effekt-Text-Soundperformance im Foyer erhascht. Der nette Mann am Ausschank hat keine Ahnung worum es da geht, und schon gibt es die Begrüssungsansprache im Saal und den pausenlosen Übergang zum Cherry Sunkist Konzert. Die Solo-Lady mit Laptop, Gesang und Gitarre beginnt ziemlich doomed, manchmal an Laurie Anderson erinnernd, um sich gegen Schluss in durchaus tanzbare Beats zu steigern, die so richtig Spass machen.
In der Umbaupause erheitert der Wiener Beschwerdechor mit "Wien, Wien, Wien, Wien" auch mal im Stil der 5. des Van B'.
Es folgt die Berlinerin Monotekktoni, ebenfalls mit Laptop, Effekten und Gesang, die ein elektronisches Feuerwerk zündet: beeindruckend, was sie ganz alleine von der Bühne schmettert.
In der nächsten Umbaupause gibt's im Foyer einen DJ mit Videoimpro - für meinen Geschmack zu minimal, und Schnappi wird halt nicht wirklich gut, nur weil man es filtert -
Zum Abschluss die französische Song-Writerin The Rodeo, die ich dann nach einigen Songs sein lasse, auf Anhieb schön, der zweite erinnert an den ersten und der dritte an den zweiten Song. Zuhause schalte ich mich noch kurz auf den Stream von Radio Orange und höre die letzten Songs, die irgendwie an den dritten erinnern.

Persönliche Bemerkung: kein Beschwerdechor sondern ein Loblied:
Liebe Elizabeth und lieber Walti, danke vielmals, dass ich in eurer wunderbaren Wohnung sein darf, die nicht nur für eure Interessen an Wien super gelegen ist, sondern auch für das Wien, das ich heimsuche, stelle ich meist fest, dass das, was mich interessiert, eigentlich gleich um die Ecke liegt.

Früh auf und viel Schnittarbeit. Nachmittags kein Stagediving sondern Stadtdriving: zielloses Rumstöbern, bis ans Ende (darum kein langer Text heute, sondern ein wenig mehr Fotos)

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Radio Orange Live-Stream
Monotekktoni
Lage meiner Wohnung
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Sonntag, 5. September 2010

S16 – Zurück in die Zukunft – 9 (Original-Polaroid – Aufnahmen)

S16 Polaroid by Daniel_0009



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Andrea Thüler: SchiffFrauGarn - Beobachtungen auf der Stadt Bern in der Stadt Thun – Teil 8

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Foto ©Andrea Thüler/kulturtv.ch


Heute

8 Leute
9 Springer

1 Kaffee
3 Kinder
2 Künstler

4 Gratis
15 Quartett
1 Sonne
31 Grad

69 Fotos
3 Gespräche
2 Brüder
1 Mitteilung
1 Aha Erlebnis

plus 1 Couvert


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Schlatter unterwegs LXIII: Heute mal ohne Titel (Anmerk. der Redaktion)

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JBSL

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Am Markt in der Brunnengasse

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Entdeckt: die Argauergasse, um einen a gekürzt und auch real keine lange Sache...

Am Freitagabend ins Café Leopold in den Saal, dem Salon Leopold. Stelle wieder mal fest, dass die Angaben des Falters nicht immer sehr zuverlässig -oder ich muss noch mehr über die INterpretation lernen- sind, jedenfalls ist noch Privatanlass bis 23 Uhr. Ich habe deshalb Gelegenheit, den Pavillon zum Thema Menschenrechte, der vor dem MQ steht zu studieren und noch kurz über den Theresienplatz zu spazieren. Anschliessend werde ich noch von 2 DJ's unterhalten (zum einen lässt sichs immerhin tanzen), ehe die JSBL endlich ihr Set (so rund zweieinhalb Stunden später als angekündigt) beginnen und mich voll entschädigen: sogenannter LSD-Funk vom Feinen, geht ziemlich in die Beine und aller Schweiss lässt sich mächtig raus schwitzen.

Nach dem Rausschwitzen ziemlich erschöpft ausschlafen. Ein schöner Samstag beginnt bewölkt. Wie ich aber rausgehe, zum Markt in der Brunnengasse lächelt die Sonne: blauer der Himmel selten klart! Ein wirklich multinationaler Markt mit ganz viel Türken und allen anderen Nationen, die der Welt so beschert wurden. Die Stände ein bisserl weniger abwechslungsreich: viel Gemüse, Käse, Fleisch und Kleider, kaufe da und dort ein Probiererchen und im Pennymarkt (nach Spar und Billa die dritte Kette, die ich ausprobiere) nochmals eine Runde Biersorten zum testen.

Heute Nachmittag kein Museum, damit die Küche nicht zum Museum verkommt. Zum Putzen entdecke ich die wunderschönen Lieder von Amalia Rodrigues "Cantigas da boa gente", die stehen bei Walti und Elizabeth im Gestell. Für die Königin des Fado gabs immerhin 3 Tage Staatstrauer in Portugal als sie 1999 verstarb, sogar der Wahlkampf soll eingestellt worden sein.
Versuche mich dann am Montmartre-Festival im Türkenschanzpark. Der ist zwar sicher sehr schön ohne all die vielen Leute, verirre mich aber zuerst an den Pfadfinderflohmarkt, wo sich kleine Kinder in frühkapitalistischen Experimenten langsam ans handelnde Erwachsenenwesen herantasten, höre dann die schrecklichsten 2 Minuten Gesang meines Lebens (sogar meine Singlehrer hätten mich vorgezogen!) und langweile mich ab trostlosen Pink Floyd-Coverversuchen auf der Hauptbühne: alles in allem halt ein Künstlerflohmarkt wie man's häufig kennt (hoffe, dass das Programm anderszeitig besser ist!.

Zuhause essen und compüterln. Später gehts noch los an einen Geburtstag, davon morgen mehr.

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JSBL
Markt an der Brunnengasse
Amalia Rodrigues
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Samstag, 4. September 2010

S16 – Zurück in die Zukunft – 8 (Original-Polaroid – Aufnahmen)

S16 Polaroid by Daniel_0008



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Andrea Thüler: SchiffFrauGarn - Beobachtungen auf der Stadt Bern in der Stadt Thun – Teil 7

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Foto ©Andrea Thüler/kulturtv.ch


Ich frage freundlich AHV? (weil er da natürlich Ermässigung erhält...) Er lacht und lacht und es putzt ihn fast vor lauter Lachen, ja sowas hat ihn schon lange niemand mehr gefragt! Seit 25 Jahren!!! Er ist also neunzig – Der alte Mann mit seiner schütteren Stimme verweilt lange auf dem Schiff und am Schluss bevor er geht, erzählt er mir mit leuchtenden Augen von der Bubenzeit, als all die Dampfgeräte erfunden waren und ja! Das war halt Alles damals!... und der alte Mann weint.
Sein Händedruck ist seine Geschichte, ich spüre sie und bin dankbar dafür.

 


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Schlatter unterwegs LXII: Aus der Hüfte schiessen

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Hrdlicka-Skulptur

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Schlafende Schönheit (aus der Hüfte fotografiert)

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Wasserfall in Stufen im Belvedere-Garten

Am Morgen unerfreuliche Mails wegen dem Transport der Hüttenkunst, wird als Sperrmüll, als "Etwas" bezeichnet, der liebe René wird von Berliner Spediteur als Depp, unglaubwürdig und unseriös bezeichnet. Klaus seinerseits hat die Hütte jetzt zerlegt und abgesägt, sieht jetzt tatsächlich traurig aus, vorher wars noch die Alte Dame, die vom Leben gezeichnet ist, jetzt die Leiche?

Studiere noch verschiedene Locations Wiens im Internet, was sich lohnen könnte und studiere nochmals den Falter.

Gegen Mittag beginne ich mit dem Videoschnitt von Saugeais. Immer wieder Telefon und Mails wegen der Hütte. Scheint sich zum internationalen Skandal auszuweiten, verstehe aus der Ferne nicht ganz, wer da der Versager ist, denke aber, er ist nicht unter meinen Leuten zu suchen?

Am Nachmittag ins Belvedere zur Alfred Hrdlicka Ausstellung Schonungslos. Sehr spezielle, radikale Skulpturen, natürlich wieder von einem hypernervösen Wachmann bewacht, schiesse meine Fotos jetzt aus der Hüfte, das muss ich vermutlich noch ein wenig üben. Draussen sind verschiedene Videos in Serie montiert, eine sehr gute Idee, aber leider schlecht umgesetzt, der Ton ist so miserabel, dass sich alles gegenseitig übertönt, selbst wenn man mit dem Ohr ganz nahe geht. Der Park des Belvedere ist sehr schön, seis der kleine mit den vielen Blumenspezialitäten, seis der grosse mit dem Mini-Irrgarten, den unzähligen blendendweissen Marmorskulpturen, den verschiedenen Brunnen und dem fantastischen Wasserfall in verschiedenen Stufen.
Die Ausstellung zur "Schlafenden Schönheit" mit den Präraffaeliten habe ich dann schnell durchstöbert, ein zwei Schüsse aus der Hüfte, ein halbwegs interessanter Gustave Moreau und viel Prä-Kitsch.
Anschliessend Rundfahrt durchs Quartier des äusseren Rennwegs, dabei noch das Gegenwartsmuseumsdepot im alten Gefechtsturm entdeckt, das werde ich wohl mal an einem Sonntag besuchen und eine vermeintliche Altersheimveranstaltung im Park nebenan, die sich als munterfröhliches SPÖ-Roadfest entpuppt, nicht Heidi aber alplastig, fast alptraumartig?

Auf dem Rückweg den Naschmarkt gestreift, aber den spar ich mir für einen anderen Tag und über die Hügel quer durch die Altstadt zurück. Nachtessen und wieder Mails wegen der Hütte, das klappt einfach nicht? es ist zum?Haarölseichen!!
Zum Nachtessen den feinen Curryreis vom Vortag aufgewärmt und mit Spiegeleiern ergänzt. Später noch raus?

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Belvedere-Schloss
Belvedere-Museum
Gefechtsturm
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