Mittwoch, 6. Juni 2007

Wir waren wieder mal in der Schule

zukunftsplanung

Heute waren wir wieder einmal in der Schule zu Gast, in Sachen Junior. Diesmal aber nicht, weil er irgendwas gemacht hat, dass nicht systemKonform wäre. Es geht darum, wie es weiter gehen soll/kann/muss (je nach Standpunkt). Damit wir eine EntscheidungsGrundlage schaffen können, haben wir die Zukunftsplanung zusammen mit dem SchulSozialArbeiter Philippe Hollenstein, ein junger, nicht angespasster Mensch, in Angriff genommen.

Wir drei haben verschiedenste Punkte aufs Blatt gebracht, aus unterschiedlichsten Perspektiven. Dabei ist heraus gekommen, dass Herr Junior die 1. SekundarKlasse wiederholen sollte (was bei uns schon vorher fest stand) oder das ganze SchulSystem wechselt (Rudolf Steiner-Schule - seine beiden Geschwister waren schon da und drei "StiefSchwestern ebenfalls).  

Rein factmässig ist das Resultat recht knapp ausgefallen. Der nächste Schritt wird sein, dass Herr Hollenstein mit dem Ich-gehe-meinen-eigenen-Weg sprechen wird, um heraus zu finden, welche zwei Richtungen für ihn die passenden sein könnten, bzw. in welche Zukunft er tendiert. Damit verhindern wir (die Eltern), dass unsere Entscheidung als einzig richtige da steht. Wenn wir schon für unser Kind kämpfen, dann wollen wir auch seine Persönlichkeit in den Prozess einbringen und nicht über seinen Kopf hinweg entscheiden. Das Motto: "Wir wissen schon, wo der Bartli seinen Most holt" soll hier keine Gültigkeit haben. Dies, obwohl sich meine Frau eigentlich schon für den Übertritt in die Steiner-Schule entschieden hat.

Dabei hatte ich doch nur einen Wunsch. Eines meiner 6 Kinder soll doch mal den staatlichen Weg meistern. Aber scheinbar geht das bei Individualisten, die wir alle sind, nicht so einfach. Ja-Nu, dann eben nicht, oder so ...

Kommentare:

  1. Was ist eigentlich eine SekundarKlasse?

    Ist mir jedenfalls nicht bekannt was das sein soll.

    Wenn er das Schulsystem wechselt was ändert sich dann eigentlich.
    Nicht das er am Ende keinen staatlich anerkannten Schulabschluß hat.

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  2. Hallo Feustel

    Keine Ahnung, was in Deutschland die Sekundarschule sein könnte. Es ist einfach so. In der Schweiz hast du:
    1 - 2 Jahre Kindergarten (unterschiedlich nach Kantonen)

    6 Jahre Primarschule dann wahlweise (nach Fähigkeiten/Noten)

    Realschule (unterste Stufe - neu Sekundarschule C)

    Sekundarschule (mittlere Stufe - neu Sekundarschule B)

    Gymnasium/Kantonsschule (oberste Stufe - mit Matura-Abschuss (bei euch Abitur).

    Dann gehts weiter mit Uni oder Lehre.

    Schulabschluss. Alle Privatschulen in der Schweiz unterstehen der staatlichen Aufsicht und sind somit anerkannt, also kein Problem.

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  3. bei uns ist es ein bisschen anderst

    man beginnt mit 2 Jahren Kindergarten, was aber keine Pflicht ist.

    dann folgen 4Jahre Grundschule

    dann verteilt sich alles je nach Fähigkeit des Schülers auf:
    Hauptschule (nochmal 5 Jahre)
    Realschule (6 Jahre)
    Gymnasium (9 Jahre)

    danach kann man eine Lehre machen, studieren oder weiterführende Schulen wie z.B. die FOS machen.

    zu meiner Zeit musste man, wenn man in die Realschule wollte, erst in die Hauptschule und konnte dann in der siebten Klasse in die Realschule wechseln.
    Inzwischen kann man aber nach der Grundschule direkt dorthin.

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