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Freitag, 22. November 2013

In eigener Sache: StichWortGespraeche - Ein Medienkulturgespraech mit Daniel Boos und Roger Levy


Immer wieder wird die Frage an mich heran getragen: "Was machst du eigentlich und was steckt dahinter". Die Antwort ist nicht einfach und wenn ich mich darauf einlasse, komme ich so richtig ins Reden. Der Grund ist, dass ich nicht einfach irgend einen Lebenspunkt, eine Tätigkeit aus meinem Leben heraus picken kann. Ich schaue nicht auf den Faktor Zeit, der Zeitraum, aber ohne Zeit, ist für mich relevant und der umfasst mittlerweile 62 Jahre.

Vor ein paar Wochen ist nun Daniel Boos von der Digitalen Allmend an mich herangetreten und seinen Wunsch nach einem Gespräch deponiert. Meistens verweigere ich Interviews, weil eh immer das heraus kommt, was ich als unwichtig ansehe. Da ich aber Daniel schon einige Jahre kenne und wir auch zusammen Projekte realisiert haben, habe ich ihm mein OK übermittelt.

Das Gespräch, allerdings stark gekürzt (wie kann es anders sein), ist nun im Monatsprogramm der "Rote Fabrik" Zürich (Ausgabe November 2013) erschienen. Für Boos war es eine grosse Arbeit und so weise ich gerne mit Dank auf seine Arbeit hin.

Link zum Download des Gesprächs, hier
Link zum Gespräch, zum online Lesen, hier (mit vielen ausgewählten Links zum Blog)






Donnerstag, 26. September 2013

Re:Public Domain - Die Welt vor 70 Jahren gehört dir! (Mehr als eine Veranstaltung!)

16 Künstler, 100GB gemeinfreie Werke, 4 Veranstaltungen

Im Herbst 2013 veranstaltet Dock18 mit Partnerinnen wie Wikimedia Schweiz und Migros Kulturprozent vier Veranstaltungen unter dem Titel Re:Public Domain in der ganzen Schweiz. 16 Urheber sind eingeladen ihre Bearbeitungen von Public Domain Materialien vorzustellen.

70 Jahre nach dem Tod eines Urhebers werden dessen Werke gemeinfrei. Öffentliches geistiges Eigentum gehört dann dem Bürger und überhaupt jedem Einzelnen. Dazu gehören u.a. sämtliche Malereien von Paul Klee, Fritz Baumann, El Lissitzky, August Deusser und Grant Wood, alle Bücher und Texte von James Joyce, Stefan Zweig, Robert Musil und Sophie Hämmerli-Marti.

Dock18 Institut für Medienkulturen der Welt beschäftigt sich seit 4 Jahren mit der radikalen Aneignung der Vergangenheit durch Neuinterpratation. Zusammen mit Künstlerinnen und zeitgenössischen Autorinnen versuchen wir neue Zugänge zum geistigen öffentlichem Eigentum unserer Welt von gestern zu entdecken.

Die grösste Veranstaltungsreihe der Welt rund um unser kulturelles Erbe zwischen Kino, Ausstellung, Konzert und Labor. Mit IOIC feat. Bit-Tuner & IOKOI, Feldermelder, So:ren Berner, Bruno Schlatter, Eisentanz, Zopfi, Stahl, Marc Lee, Vadim Levin, Fablab Zürich, Ableton User Group, Thomas Hartwig, u.v.a. (Siehe Künstlerliste im Anhang).
 
Das Publikum erwartet verschiedenste zeitgenössische Bearbeitungen und wird direkt angesprochen die künstlerischen Format zu nutzen, durch Siebdruckstation, eine Schreibstube für Väter, einen Remixwettbewerb (Swiss Re:Public Domain Remix Award), sowie interaktiven Installationen, Filmvertonungen, Performances, 3D Prints, u.v.m. Das Ticket (15 CHF) berechtigt zum Eintritt an alle 4 Veranstaltungen in Aarau, Genf, Zürich und Bern.

An den einzelnen Veranstaltungen sind jeweils alle Künstler beteiligt. Die Ausführung ist unterschiedlich: Während uns in der Roten Fabrik eine ganze Nacht erwartet, gibt es im Forum Schlossplatz Aarau eine Matinee mit Brunch, vom Kulturbüro Genf ausgehend eine Wanderung in die Wälder des Monte Saleve (wo Robert Musils Asche von seiner Frau 1942 verstreut wurde) und den Abschluss bildet eine Show im Grand Palais Bern, wo auch der diesjährige Swiss Re:Public Domain Remix Award vergeben wird.

Neben der Ausstellung historischer Originale (Hans Hippele, Erich Wendelstein, Germaine Dulac, Robert Katscher) werden Kopien und Digitalisate zum Ausgangspunkt für die Bearbeitungen durch die eingeladenen Autorinnen. Filmvertonungen von IOKOI & Bit-Tuner, sowie Eisentanz nach Filmen von Germaine Dulac, Marc Lee passte seine Meta-Inspirationsmaschine für die Suche nach Public Domain Werken an. Der Musiker Feldermelder verarbeitet die Werke von 365 Autoren zu einem 50minütigem Soundteppich. Claudio Zopfi und Christoph Stähli zeigen Applikationen, über die Musik neu editiert werden kann. Hartwig Thomas stellt in einer Nacht & Nebel Lecture eine mathematische Theorie von Felix Hausdorff vor und nach. Bruno Schlatter zeigt eine Filmbearbeitung nach Herbert Selpin sowie Bildbearbeitungen nach Arnold Genthe. Vadim Levin versucht Kontakt mit dem russischen SF-Autor Alexander Beljajew herzustellen. Erwin Posarnig produziert Slogan Sticker. Die D18 Edition und Greyscalepress publizieren eine Krypto-Buchpublikation nach Robert Musil. In einer Schreibstube kann Sophie Hämmerli-Marti’s Buch Mis chindli von Vätern neu editiert werden. Fablab Zürich bildet eine Skulptur von Hans Hippele dreidimensional nach und die Ableton User Group erstellt Remixes in Live Track Raids. Im Public Domain Shop sind mehrere Artikel erhältlich, darunter auch der Ulysses MP3 Player. Bereits letzes Jahr haben 24 Künstler die maschinell übersetzte, veränderte und gesprochene Ulysses von James Joyce vertont.

Kuratiert werden alle Veranstaltungen von Mario Purkathofer und Daniel Boos.


Daten der vier Veranstaltungen:
19.9.2013   Walk Kulturbüro Genf (Workshop an der OpenKnowledge Conference)
27.9.2013   Night Rote Fabrik Zürich
20.10.2013 Matinee Forum Schlossplatz Aarau
23.11.2013 Show Grand Palais Bern

Künstler und Installationen

  • IOIC feat. Bit-Tuner & IOKOI - L’Invitation au voyage - Filmvertonung nach Germaine Dulac, 40min

  • So:ren Berner - Mobiles Siebdruckstudio - Textilien, T-Shirts und andere Untergründe mitbringen zum Bedrucken mit Motiven von Annemarie Schwarzenbach, Arnold Genthe und Texten nach Robert Musil.

  • Eisentanz - La coquille et le clergyman - Filmvertoung nach Germaine Dulac, 20min

  • Vadim Levin - Geisterinterview - Performance/Installation nach Alexander Beljajew

  • FabLab Zürich - Nach dem Badende - 3D Print nach einer Skulptur von Hans Hippele

  • D18 Edition und Greyscale Press/Tybolibre - netfahcsnegiE enho nnaM reD - Buchpublikation

  • Feldermelder - Echoes from the past - Musikalische Liveshow nach 350 Autorinnen

  • Claudio Zopfi - Partituralyzer -Interaktive Installation

  • Bruno Schlatter -Cinatit -Adaption des Films Titanic von Herbert Selpin

  • Erwin Posarnig -Slogan Sticker -Textfragmente auf Stickern

  • Christoph Stähli - Noisetracks - Mobile Music App

  • Marc Lee - Meta Inspirations Maschine -Interaktive Webapplikation

  • Hartwig Thomas - Paradoxien aus 2 Welten -Nacht & Nebel Lecture nach Felix Hausdorff

  • Cho Linska - Installation - Visuelle Installation/Performance nach Annemarie Schwarzenbach

  • Bruno Schlatter, Cho Linska, So:ren Berner, Mario Purkathofer, Erwin Posarnig - Quotation Poster - Diverse Interpretationen von Bild und Text aus dem Public Domain

  • Ableton User Group Zürich - Ableton User Group Track Raid - Musikbearbeitung, Workshop, Swiss Public Domain Remix 2013

  • Mario Purkathofer (Hg.) und 70 Väter - Mein Kind - Väter schreiben Gedichte und Diaologe über ihre Kinder, frei nach dem Original Mis Chindli von Hämmerli-Marti.

  • Daniel Boos - Openquoteaday - Zitate zum 70.Todestag

   

Partner und Sponsoren

Veranstaltungsorte

  • Rote Fabrik

  • Forum Schlossplatz Aarau

  • Grand Palais Bern

  • Kulturbüro Genf

Was ist der Public Domain?
Unter Public Domain werden frei verfügbare Werke verstanden, wie zum Beispiele Literatur, Musik oder Software. Werke im Public Domain unterliegen nicht oder nicht mehr dem Urheberrecht. Das Urheberrecht für Werke ist zeitlich beschränkt, weshalb alle Werke längerfristig in den Public Domain fallen. Die zeitliche Beschränkung führt dazu, dass die Werke frei genutzt, d.h. vervielfältigt und verändert werden dürfen. Es ist ein Kompromiss zwischen den Interessen der Öffentlichkeit und des Urhebers. In den meisten Ländern ist dies 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers der Fall. Zum Teil gibt es noch kürzere Übergangsfristen, weshalb in gewissen Staaten Werke schon früher im Public Domain sein können.

Dienstag, 18. Dezember 2012

Musik-Flatrate nach Gerd Leonhard - Die GesprächsElefantenRunde vom 28.11.2012



Am 28. November 2012 stellte Gerd Leonhard (Autor, Musiker, Futurist und CEO TheFuturesAgency) sein Projekt für eine neue Musik-Flatrate in der "Rote Fabrik" Zürich vor. Im Anschluss der Präsentation und diversen Statements folgte ein Gespräch mit folgenden Teilnehmern:

Tim Renner - MotorMusic Berlin
Poto Wegener - Swissperform
Hartwig Thomas - Digitale Allmend
Wolfgang Schögl - SofaSurfer
Fabian Niggemeier - SUISA
Michael Gregr - Piratenpartei
Michel Rudin - Konsumentenforum
Reto Burrell - Musikschaffende Schweiz, Musiker

Moderation: Philipp Schnyder von Wartensee, Festivalleiter m4music beim Migros-Kulturprozent
mit Fragen aus dem Zuschauerkreis und den entsprechenden Antworten
Wir veröffentlichen die ca. 90 Minuten in einer geringeren Datenqualität, ungeschnitten und unbearbeitet.

Links:
Gerd Leonhard – Die Flatrate hier
Alle Beiträge hier
Alle Beiträge auf YouTube als Playlist hier

Dienstag, 11. Dezember 2012

Musik-Flatrate – Hartwig Thomas - Die Antwort an Gerd Leonhard

Am 28.11.2012 präsentierte Gerd Leonhard  Autor, Musiker, Futurist und CEO TheFuturesAgency seine Idee zu einer Musik-Flatrate in der Roten Fabrik Zürich.

Hier zeigen wir die Antwort von Hartwig Thomas - Digitale Allmend


Links:  
Digitale Allmend hier
Digitale Allmend im kulturtv.ch hier
Gerd Leonhard – Die Flatrate hier
Alle Beiträge hier
   

Mittwoch, 14. November 2012

AusGehTipp: Musik Flatrate–Rettung oder Schnapsidee? (Rote Fabrik Zürich – 28.11.2012 – 18:00 Uhr

musikflatraterettungoderschnaps

Es hab Zeiten, da kauften sie Musikinteressierte Schallplatten, zuerst sogenannte Schellackplatten, dann auf Vinyl. In dieser Zeit spielten auch Kassettenrecorder und Tonbandgeräte eine grosse Rolle. Schon damals zeichnete man/frau die Lieblingstitel aus dem Radio auf oder kopierte eine Schallplatte. Bis dahin noch alles analog.

Dann kam mit der CD das digitale Zeitalter und die MP3-Dateien mit ihren Playern dazu. Durch das aufkommen schneller Internet-Datenleitungen nahm auch bald der Tausch von allen möglichen Musikstücken seinen Lauf. Die CD-Verkäufe brachen ein und die Musikportale wie iTunes erkannten ihre Chance. Doch nach-wie-vor werden Musiktitel “getauscht” und entziehen sich somit dem Handelswert im herkömmlichen Sinne.

Auf der Strecke bleiben nicht nur die MusikLabels, sondern auch die MusikerInnen, die Komponisten und Texter. Neue Ideen sind also gefragt. Zum Thema veranstaltet nun das Dock18, die Rote Fabrik Zürich und die Digitale Allmend (Unterstützer) einen Abend, der vielleicht weiter helfen kann.

Das Programm:

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
BITTE UNTER FOLGENDER ADRESSE ANMELDEN:
diemusikflatrate.eventbrite.com

Die These:
Musik fliesst heute überall, jederzeit und auf allen Geräten, egal ob wir einen Download oder einen sog. Stream wollen. Der Unterschied zwischen Anhören und Besitzen ist bereits fast vollkommen verschwunden - und genau das ist die Herausforderung für die gesamte Musikwirtschaft. Wir brauchen dringend neue Geschäfts- und Kulturmodelle die diesem unwiderlegbaren Trend Rechnung tragen.

Programm:
18.30: Eröffnungsrede / Begrüssung

18.40: Präsentation: Eine neue Internet Musiklizenz und die Musik-Flatrate: was, wie, wer und warum? Gerd Leonhard, Autor, Musiker, Futurist und CEO TheFuturesAgency (Basel)

19.00: Stellungsnahmen zum Thema:
Tim Renner / MotorMusic Berlin,
Poto Wegener / Swissperform.
Hartwig Thomas - Digitale Allmend
Christoph Trummer - Musikschaffender
Wolfgang Schögl – SofaSurfer
Fabian Niggemeier - SUISA
Michael Gregr - Piratenpartei
Michel Rudin – Konsumentenforum

20.00: Öffentliche Diskussion und Debatte
Moderation: Philipp Schnyder von Wartensee, Festivalleiter m4music beim Migros-Kulturprozent

Ressourcen zum Thema
Diskutiert wird auf dieser Facebook Page: MusikFlatRateSchweiz

Twitter Hashtag #musikzukunft

Vorschlag zum Thema Musik Flatrate, Gerd Leonhard 1. Juni 2012
Musikflatrate Vorschlag für die Schweiz
Das PDF mit dem Vorschlag

Replik der SUISA, IFPI, SwissPerform, Musikschaffende CH et al 'Untaugliche Schnapsdee' vom 6. Juli 2012
Musik-flatrate-mehr-schnapsidee-als-segen

Gerd Leonhard's Antwort auf die Replik der SUISA IFPI et al
Das Lamentieren der ewig gestrigen (Antwort)

Tageswoche: Billag für Musik aus dem Netz

Musikmarkt Magazin Deutschland Bericht über die Schweizer Flatrate Diskussion:Das neueste zum Thema Musikflatrate


Ein Beitrag von Thomas Harwig im Blog der Digitalen Allmend > hier
Ein Beitrag zum Thema via Rote Fabrik Zürich > hier

Die Veranstaltung wird weitgehenst von uns aufgezeichnet und in diesem Blog veröffentlicht.

Donnerstag, 20. September 2012

Es geht weiter mit dem Projekt FWD >> Die 6. Ausgabe steht an, im Bleifrei Aarau (5.10 – 13.10.2012)

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Nach 4 Ausstellungen in Lenzburg und einem Performance-Art-Festival auf Noseland bezieht das Projekt FWD>> Stellung in Aarau, im Bleifrei, mit einer GruppenAusstellung. Mit dabei sind folgende KünstlerInnen:

Laura Laeser
Pat Treyer
Pedro Krisko
Roger Levy
Urs Sigrist
Martin Gut
Stephan Wittmer
Manuel Zurfluh
Achim Schroeteler
Daniel Häller
Kurt Hunkeler
Bruno Schlatter
Bandu Mendis
Oliver Ziltener
Dominik Lipp

... und die meisten sind, teilweise seit vielen Jahren, prominent durch kulturtv.ch gepflegt und präsent, was uns natürlich besonders freut, soll doch dieser Kanal auch ein Netzwerk bilden. Wer also auf einen der obigen Namen klickt, kann z.B. erfahren, was Dominik Lipp zusammen mit Daniel Häller auf der Luzerner Allmend getrieben hat, am 16.8.2012.

FWD>> hat jetzt eine eigene Homepage, ist also quasi so was wie erwachsen geworden, fast. Hier der Link.
FWD>> im kulturtv.ch > hier

Und die Vernissage findet am 5. Oktober 2012 um 19:00 Uhr statt.

   

Mittwoch, 11. Januar 2012

Public Domain Day - 2012 - Maler und Grafiker neu entdeckt - 70 Jahre nach ihrem Tod (Video)

Nicht nur Komponisten und Texter im musikalischen Bereich, nicht nur Schriftsteller sondern auch Maler und Grafiker werden 70 Jahre nach ihrem Tod, also genauer ihre Werke, gemeinfrei, fallen in den Public Domain.
Anlässlich des Public Domain Jam/Day am 1.1.2012 im Kafi fürDich, Zürich hat sich unser rasenderer Reporter Daniel mit Mario Purkathofer zu diesem Themenbereich unterhalten.

Damit ist die Doku zum Public Domain Day 2012 abschlossen und der Kreis schliest sich - Wir schenken unseren Kindern ...

Alle Beiträge zum Public Domain Day 2012 > hier
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Dienstag, 10. Januar 2012

Public Domain Day - 2012 - James Joyces Ulysses - Version 2012 (Video)


James Joyce
(1882 - 1941) hat ein Buch geschrieben, dass wohl als sein bekanntestes Werk bezeichnet werden darf: Ulysses. Bekanntlich werden Arbeiten von Kunstschaffenden 70 Jahre nach deren Tod frei, d.h. diese dürfen ohne der Abgabe von Urheberrechtsgebühren oder sich strafbar zu machen verwendet werden. Am Public Domain Jam in Zürich hat sich eine Gruppe von Künstlern dem erwähnten Werk angenommen und eine neue, sehr aufwendige Version gestartet. Wie diese angegangen wird, erklärt der Schriftsteller und Künstler Bruno Schlatter im kurzen Gespräch. Im Video ist ein Einblick in die Arbeit möglich.

Informationen zu James Joyce (Wikipedia) > hier
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Montag, 9. Januar 2012

Public Domain Day - 2012 - Kasperli will eine Reise machen - Figurentheater nach Lisa Wenger (Video)


Die Schweizerische Nationalbank hat ein Problem, oder ihr Präsident, oder die Partei die das Ganze ausgelöst hat, oder ... ein Theater sondergleichen. Doch Lisa Wenger (1858 - 1941) hätte in einem Kasperli-Stück die Lösung:

"Kasper: Und wenn einer kommt und etwas will, so sagst du, es sei niemand zu Hause. Aber wenn dir einer etwas bringst, so nimmt du’s, und wenn er Geld dafür möchte so …
Katri: Hör’ auf, Kasper, hör’ auf! Da wird man ja verrückt.
Kasper: Und wenn einer Geld von dir will, so sagst du, gestern sei uns alles gestohlen worden, und wenn sie doch etwas bei uns finden, so sagst du, es gehöre alles dem Grossvater seiner Urgrossmutter, und wenn sie die anbetteln wollen, da sagst du, sie seien alle beide gestern gestorben …"

Gleiches dürfte sich auch für den Deutschen Bundespräsidenten anbieten...

Die Aufzeichnung des FigurenTheaterStücks erfolgte am Public Domain Day 2012 im  Kafi fürDich, Zürich.
Der ganze Text zum Stück gibt es hier

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Freitag, 6. Januar 2012

Public Domain Day – 2012 – Joggeli söll ga Birli schüttle - Das Stop-Motion-Experiment (Video)

 

Lisa Wenger's "Joggeli söll ga Birli schüttle" ist wohl eines der bekanntesten Schweizer Bilderbücher. Es wird die Geschichte vom Joggeli erzählt, der Birnen schütteln sollte, aber nicht wollte. 
Seit dem 1.1.2012 ist die Erzählung Public Domain und darf straffrei verwendet werden, dies 70 Jahre nach dem Tod der Autorin.
Anlässlich des Public Domain Day am 1.1.2012 wurde die Erzählung neu aufbereitet und in verschiedenen Varianten als Stop-Motion-Movie mit den Originalfiguren verarbeitet.

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Donnerstag, 5. Januar 2012

Public Domain Day – 2012 – Der Anarcho-Punk Edward und Aurelia Fischli suchen eine Magd aber nicht Zuse, der Roboter (Video)

 

Lisa Wenger hat verschiedene Kasperstücke hinterlassen, vor über 70 Jahren, so auch "Kaspers Katrin und die neue Magd". Frei nach dem Original ist am 1.1.2012 anlässlich des Public Domain Day eine ganz neue Fassung entstanden. Kasper geht schlafen, Kathrin hat jetzt einen Künstlernamen und nennt sich Aurelia Fischli, die zwar eine Magd sucht - aber keinen Roboter, Zuse ist in der Gestalt eines Roboters zu neuem Leben erwacht und dies gleich zwei Mal. Edward, der Anarcho-Punk hat sich einfach in die Geschichte eingeschlichen und wo er ist, ist der Polizist natürlich nicht weit weg. Kommt es zu einer Schlägerei?

Seht selbst, welchen Verlauf die Geschichte nimmt. Doch wer meint, Kasperli sei eine Figur nur für Kinder sei hier eines besseren belehrt. Im öffentlich-rechtlichen TV würde wohl stehen: Für Jugendliche unter 21 Jahren nicht geeignet, oder so ...

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Mittwoch, 4. Januar 2012

Public Domain Day - 2012 - VJ-Akkordeon von Effi Tanner mit Filmen aus der StaubKiste (Video)


Bei unserem Rundgang durch den Public Domain Jam am 1.1.2012 sind wir natürlich nicht nur dem KasperliFigurenTheater begegnet. So quasi am Empfang zeigte Effi Tanner ihr VJ-Akkordeon. Was damit angestellt werden kann und wie es im Kafi fürDich in Zürich zum Einsatz gekommen ist, erläutert sie im Video.

Effi Tanner > Homepage > hier
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Dienstag, 3. Januar 2012

Public Domain Day mit Jam - 2012 - Kasper begegnet dem Koenig - Ein FigurenTheaterStück nach Lisa Wenger (Video)


Auch heute sind sie noch beliebt, die Kasperli-Stücke von verschiedensten AutorInnen. Lisa Wenger (* 23. Januar 1858 ; † 17. Oktober 1941), die Autorin des bekannten Kinderbuches "Joggeli söll ga Bierli schüttle" (erschienen 1908), hat ebenfalls Stücke für das FigurenTheater geschrieben. Hier haben sich 2 BesucherInnen des Public Domain Day 2012 dem Stück "Kasper begegnet dem König" angenommen. Es könnte noch hinzu gefügt werden: "frei nach dem Originaltext", der hier zu finden ist.

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Montag, 2. Januar 2012

Public Domain Day mit Jam - 2012 - Wir feiern das Toten-Fest (Video)

Der Public Domain Jam am Public Domain Day ist eigentlich kein Fest zum Feiern und doch ein FreudenFest, jedenfalls für Menschen, die ohne das Urheberrecht und die Verwertungsindustrie im Nacken, kreativ werden und alte Werke zu neuem Leben erwecken möchten. Warum das so ist erklärt Mario Purkathofer vom Dock18 in Zürich zur Eröffnung des Tages im Zürcher Kafi fürDich.

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Der 2. Januar steht im Zeichen des 1. Januar 2012. Kulturschaffende, die 1941 verstorben sind, dürfen endlich wieder aufleben. Wir haben sie gefeiert, mit dabei war Kasperli, James Joyce [ˌdʒeɪmz ˈdʒɔɪs] und Freunde der Digitalen Allmend sowie des Dock18 – im Kafi fürDich, Zürich.

Kamera: Fujifilm instax mini 7
Film: Fujifilm instax mini

   

Montag, 26. Dezember 2011

AusGehTipp: Public Domain Jam 2012 für die ganze Familie (Kafi fürDich Zürich – Sonntag - 1. Januar 2012 ab 12:00 Uhr)

Aufzeichnen

Was ist der Public Domain?
Unter Public Domain werden frei verfügbare Werke verstanden, wie zum Beispiele Literatur, Musik oder Software. Werke im Public Domain unterliegen nicht oder nicht mehr dem Urheberrecht. Das Urheberrecht für Werke ist zeitlich beschränkt, weshalb alle Werke längerfristig in den Public Domain fallen. Die zeitliche Beschränkung führt dazu, dass die Werke frei genutzt, d.h. vervielfältigt und verändert werden dürfen. Es ist ein Kompromiss zwischen den Interessen der Öffentlichkeit und des Urhebers. In den meisten Ländern ist dies 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers der Fall. Zum Teil gibt es noch kürzere Übergangsfristen, weshalb in gewissen Staaten Werke schon früher im Public Domain sein können.

Public Domain Jam Die Welt vor 70 Jahren gehört uns!
Mit dem Jahreswechsel fallen tausende von Werken und somit Teile unseres kulturellen Erbes der Allgemeinheit zu und können künftig frei vervielfältigt und verändert werden. Wir feiern diesen Prozess traditionell mit einem Neujahrsbrunch am 1.1. des jeweiligen Jahres. Public Domain Jams sind generationenübergreifende Formate mit alten Werken und neuen Tools. Zahlreiche Produktionen entstehen im Rahmen des Public Domain Jams.

Noch Fragen? Genauer, um was geht’s?
Liebe Urgrossväter, Grossmamis, Eltern, Kinder, Enkel und Urenkellinnen!

Wir laden ein zum generationenübergreifenden Neujahrsbrunch am 1.1.2012 im Kafi fürDich in Zürich.

Eltern spielen Figurentheater nach Lisa Wenger, Arthur Holitscher und James Joyce. Kinder machen Collagen mit Bildern von Emil Stumpp, Emile Bernard, Carl von Salis, Robert Delaunay, El Lissitzky und Alexej Jawlensky. Filme von Victor Schertzinger und Edwin S. Porter werden auf Videopong.net und auf dem VJ-Akkordeon von Effi Tanner gejammt. Während aus dem "Joggeli" von Lisa Wenger Stop-Motion-Filme produziert werden, hören wir eine Kurzlesung aus dem Audiohörspiel "Ulysses". Die Playlist mit Songs von Jelly Roll Morton, Seven Foot Dilly, Rabindranath Thakur, Oskar Joost und Fritz Grünbaum begleitet uns akustisch ins neue Jahr, zusammen mit der visuellen Public-Domain-Meta-Inspirations-Engine von Marc Lee. Während wir also bei einem gemütlichen Kaffee sitzen und ins neue Jahr brunchen, retten wir gleich das kulturelle Erbe für unsere Kinder!

Collagen, Figurentheater, Kreidenwandmalerei nach Vorlagen, Unterdemtischkino, E-book/Bibliothek, VJ-Akkordeon für kleine und grosse Kinder ab 3 mit Musik aus den 10er/20er/30er Jahren
James Joyces "Ulysses", Lisa Wengers "Joggeli" und Walther Ruttmanns "Sinfonie der Grossstadt" haben miteinander gemein, dass sie mit dem Jahreswechsel frei vervielfältigt und verändert werden dürfen. Sie gehören zu den unzähligen Werken, deren Eigentumsrecht am 1.1.2012 der Öffentlichkeit zufällt. Dabei geht es um ein fundamentales Element des Urheberrechts: nämlich die zeitliche Begrenzung der Urheberrechte als Ausgleich zwischen den Interessen der Autoren und der Öffentlichkeit. Alle Werke von Autoren, die seit 70 Jahren verstorben sind, werden weltweit gemeinfrei. Das bedeutet für jeden Einzelnen: Wir bekommen über Nacht - ob wir es wollen oder nicht - Tausende von Kunstwerken, Büchern, Bildern, Gemälden, Karten, Fotografien, Erfindungen, Filmen, Gedanken, Zitaten etc. geschenkt. Es ist vergleichbar mit einem Lottogewinn!

Der Public Domain Jam unterstützt alle Menschen beim Umgang mit diesen Werken. Wir zeigen Tools und Gestaltungstechniken, mit denen wir diese Kreationen verarbeiten und uns wieder aneignen können. Zum Teil kennen wir die Werke aus den Medien und Museen der Welt. Andere wiederum wurden aus Archiven ausgegraben. Gemeinsam ist allen, dass wir sie nun besitzen und irgendwie damit umgehen sollen. Der Public Domain Jam hilft!



StummfilmVideo mit Ton, entstanden am 1. Januar 2011 > hier

1. Januar 2012 - 12:00 Uhr
Kafi fürDich
, Stauffacherstrasse 141, Zürich
(Link zur Homepage)
Weitere Infos zum Public Domain Jam (
hier)




Die Veranstaltung wird organisiert und unterstützt von Dock18, Digitale Allmend, Wikimedia CH und dem Kafi für dich.
   

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Cory Doctorow - The Politics of Copyright and the New Cultural Economy (Video + Podcast)

Der Science Fiction Autor und politische Aktivist Cory Doctorow war am 6. Dezember im Walcheturm und sprach über die Politik des Urheberrechts und seine Erfahrungen mit der freien Kultur.

Cory Doctorow ist einer der profiliertesten Kenner beider Materien, er arbeitete unter anderem als Europäischer Repräsentant der Electronic Frontier Foundation (EFF) und hat über 7 Romane publiziert, zuletzt “Makers” und “For the Win”. Die neueste Veröffentlichung ist die Aufsatzsammlung “Context: Selected Essays on Productivity, Creativity,Parenting, and Politics in the 21st Century”.
Auf Deutsch erschienen ist u.a. “Little Brother”.

Cory Doctorow ist auch ein brillanter Redner. Es war also nicht nur für einen interessanten sondern auch unterhaltsamen Abend gesorgt.

Die Veranstaltung wurde von der Digitalen Allmend, in Zusammenarbeit mit der Vertiefung Mediale Künste (ZHdK), Dock18, Walcheturm und Wikimedia Schweiz organisiert. KulturTV, Roger Levy, hat die Veranstaltung mit seiner Kamera begleitet.


Podcast: Der Vortrag steht auch als Podcast (nur Audio, ohne Bild) zur Verfügung > hier
Cory Doctorow’s Craphound.com hier
   

Montag, 28. November 2011

AusGehTipp: Ein Abend mit Cory Doctorow (Kunstraum Walcheturm Zürich (6. Dezember 2011 - 20:00 Uhr)

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The Politics of Copyright and the New Cultural Economy
Cory Doctorow
ist Kanadischer Science Fiction Autor, politischer Aktivist und einer der profiliertesten Kenner beider Materien. Er war Europäischer Repräsentant der Electronic Frontier Foundation (EFF) und hat 7 Romane publiziert, zuletzt “Makers und For the Win”. Die neueste Veröffentlichung ist die Aufsatzsammlung “Context: Selected Essays on Productivity, Creativity,
Parenting, and Politics in the 21st Century”.

Cory Doctorow spricht über die Politik des Urheberrechts und seine Erfahrungen mit der freien Kultur.
Peter Hogenkamp, Leiter der NZZ Digital, wird als Respondent die Diskussion eröffnen.
Gefolgt von Annette Schindler, Expertin für Medienkunst, Gegenwartskunst,
Design, Kunst und Recht.


Die Veranstaltung wird von der Digitalen Allmend, in Zusammenarbeit mit der Vertiefung Mediale Künste (ZHdK), Dock18, Walcheturm und Wikimedia Schweiz organisiert. KulturTV, Roger Levy wird die Veranstaltung mit seiner Kamera begleiten.
Die Veranstaltungssprache ist Englisch.
Der Eintritt ist frei. Keine Voranmeldung. First come, first served.

   

Dienstag, 28. Dezember 2010

AusGehTipp: 1.1.2011 - Public Domain Jam - Neujahresbrunch im Cabaret Voltaire, Zürich (mit Video von Ben Turpin’s Mr. Flip)

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Samstag, 1.01.2011, 14-19 Uhr
Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, Zürich

Mit dem Jahreswechsel fallen tausende von Werken und somit Teile unseres kulturellen Erbes der Allgemeinheit zu und können künftig frei vervielfältig und
verändert werden. Dabei geht es um ein fundamentales Element des Urheberrechts, nämlich die zeitliche Begrenzung der Urheberrechte als Ausgleich zwischen den Interessen des Autoren und der Öffentlichkeit. Alle Werke von Autoren, die seit 70 Jahren verstorben sind, werden weltweit gemeinfrei. Je nach Land variiert diese Schutz-Dauer zwischen 50 und 70 Jahren nach dem Tod eines Kulturschaffenden, wobei vereinzelt auch Übergangsfristen aufgrund von Verlängerungen bestehen.

Am Public Domain Jam 2011 begrüssen wir die neuesten Werke, die als Gemeineigentum in unserer Gesellschaft verfügbar sind. Dabei handelt es sich um all jene Werke, die von Menschen erstellt wurden, die im Jahr 1940 gestorben sind.

Eingeladen sind Eltern mit ihren Kindern. Gemeinsam mit unseren Kindern verändern und bearbeiten wir eine Auswahl dieser Werke. Nebenan gibts gemütlichen Neujahrsbrunch.
So singen wir alte Lieder im Karaokestil, entwickeln dadaistische Collagen mit Werken von Klee, Emmenegger u.a., übersetzen Gedichte in 17 Sprachen,
machen eine Lesung aus dem Totenbuch und stellen die erste Tortenszene der Filmgeschichte nach. Dazwischen Musik von 1890 bis 1940 via Grammophon. Daneben haben wir Zeit für einen gemütlichen Kaffee und brunchen ins neue Jahr mit Werken von Walter Benjamin und Trotzki. Wir retten das kulturelle Erbe für unsere Kinder!
Die Veranstaltung wird organisiert und unterstützt von Dock18, Digitale Allmend, Wikimedia CH und Cabaret Voltaire.

Alle wichtigen Infos zum Public Domain Jam –> hier


Gemeinfreie Werke und weitere Infos
• Autoren deren Werke gemeinfrei werden:
• Telepolis zu Werken die gemeinfrei werden:
• Communia – EU Projekt zum Thema Public Domain
• Weitere Public Domain Days in Europa


Organisation und Unterstützung
• Dock18: –> hier
• Digitale Allmend: –> hier
• Wikimedia CH: –> hier
• Cabaret Voltaire: –> hier

Samstag, 2. Januar 2010

Public Domain Day 2010 - Ein EinBlick in die Veranstaltung (Video)

Public Domain Day 2010 - Ein EinBlick 
Hier geht's zum Video (neues Fenster, normale Qualität)
Das Video in YouTubes "höherer Qualität" ansehen --> hier.

Public Domain Day, ein Tag, der für alle Kulturinteressierte ein wichtiger ist. Warum das so ist, erklären Vertreter des Anlasses im Zürcher Cabaret Voltaire, aber nicht nur theoretisch.

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